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[ID] factory: Entweder Nein
Do., 18. bis So., 28.02.2016
Eröffnung. Do., 18.02.2016 - 20 Uhr



Kunst-Studierende der von Prof. Ursula Bertram geleiteten Ateliers für Plastik
und Interdisziplinäres Arbeiten (PIA) an der Technischen Universität Dortmund,
unterstützt durch den Herner Installationskünstler und Lehrbeauftragten an der
Dortmunder [ID] factory Erich Füllgrabe, erarbeiten einen Raum für künstlerischen
Fragestellungen.

Das Spektrum der künstlerischen Verfahren umfasst dabei Installationen und
Objekte, Video und Performance, Assemblagen, Animation, Aktion.

„Entweder Nein“ stellt ein Zeigelabor dar, in dem unterschiedlichen Ansätzen,
Konzepte und Positionen zu einem Diskurs darüber auffordern, was "Ausstellen"
heute bedeuten kann und soll.

Zur Einführung sprechen Prof. Ursula Bertram und Georg Mallitz.

 

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Gabriel • Costa • Jung
Fr., 11.12.2015 - 20 Uhr



Fabian und Julius mögen die ein oder anderen hier in der Gegend vielleicht
schon kennen. Unseren Gast aus Porto vielleicht noch nicht,
deshalb hier ein paar Infos über ihn.

Der Percussionist, Elektroniker und Komponist Gustavo Costa aus Porto
hat sich als Wanderer zwischen den Welten der portugiesischen Szene
seit den frühen 1990er Jahren einen Namen gemacht.
Ob Death und Trash Metal mit Genocide, Punkrock mit Motornoise,
zeitgenössische Improvisation mit den Red Albinos oder in Projekten
unter der Leitung von Damo Suzuki (Can), John Zorn, Christian Marclay
oder Steve Mackay (The Stooges), ob Musik für Film, Theater oder Tanz
- der studierte Perkussionist, Komponist und Musiktheoretiker ist
gleichermaßen fasziniert von klanglichen Feinheiten und komplexen
Strukturen wie von politisch bewussten Gesten und ungbärdigen
Intensitäten.

Aktuell arbeitet er v.a. im Umfeld des Soopa Labels in Projekten wie
Mental Liberation Ensemble, Mécanosphère und Lost Gorbachevs.

Uns wird er ein minimalistisches Noise-Set mitbringen.

Julius Gabriel | Saxophon
Fabian Jung | Percussion
Gustavo Costa | Percussion



Review von Heinrich Brinkmöller-Becker bei nrwjazz.net:
Gabriel Costa Jung | Verstörende Performance in den Rottstr5 Kunsthallen

 

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f - Bochum vergibt FRITZ
44. Fritz-Wortelmann-Preis der Stadt Bochum
Do., 26.11. - So., 29.11.2015



Der Fritz-Wortelmann-Preis ist neben dem Peter-Weiss-Preis einer
der großen Kunst- und Kulturpreise der Stadt Bochum und schaut auf
eine lange Tradition zurück:
1959 wurde er als "Preis der Stadt Bochum für Laienpuppenspiel"
erstmals ausgelobt. Dieses Jahr erfährt er eine bedeutende Änderung,
die den Wettbewerb zu einem spannenden, dreitägigen Figurentheater-
Festival mit 22 Vorführungen von 22 Gruppen macht:
Neben den erwachsenen und jungen Amateuren ist erstmals auch der
professionelle Nachwuchs (zum Beispiel Figurentheater-Studierende
oder frische Absolventen) zugelassen.

Bewerbungsschluss war am 31. Juli 2015.
Künstlerische Leitung: Annette Dabs
Organisation und Kontakt: Helene Ewert, organisation@fidena.de
Infos & Karten: Tel. 0234-47720
Programm


Robostory
Yvonne Dicketmüller (Bochum)
Fr., 27.11.2015 - 15 Uhr



Die Roboter stehen vor dem Aus, denn der Strom wird knapp.
Die einzige Rettung scheinen erneuerbare Energien zu sein.

Aber um die nutzen zu können, müssten die Roboter den Kontakt
zur Natur wiederherstellen. Dumm nur, dass sie die Natur schon vor
langen Jahren aus ihrer Welt verbannt haben und sie mittlerweile
zu einem legendenhaften Märchenbuchschreckgespenst
verkommen ist.
Oder beginnt die natürliche Welt tatsächlich gleich hinter der
Kellertür des verrückten, nur noch aus einem Innenleben
bestehenden da Vinci?

Vor ihrer Ausbildung am Figurentheater-Kolleg Bochum hat
Yvonne Dicketmüller Elektro- und Informationstechnik an
der Ruhr-Universität studiert.

Spiel, Inszenierung, Figuren, Bühne, Stücktext: Yvonne Dicketmüller
Spiel, Inszenierung: Lucas Franken

Für Menschen von 6 – 10 Jahren, Dauer: 40 Minuten


Deus ex M.
– Die ersten 007 Kapitel einer Geschichte der Menschheit

M. (Hildesheim)
Fr., 27.11.2015 - 16:45 Uhr



Die Welt ist eingepackt, eingeengt und abgesichert.
Eine Maschine, die Töne von sich gibt. Eine Hand ragt heraus.
Es ist K., die rechte Hand von M., dem Chef, dessen Geheimnisse
sie ausplaudert – bis es zu einem Ausbruch kommt, einer Geburt.

Die Inszenierung verschachtelt Innen- und Außenwelt und erzählt
die Geschichte der Menschheit als Versuch, die eigene Geschichte
auf das Unendliche auszudehnen mithilfe von Maschinen, die
Zugriff auf immer neue und weitere Welten haben.

Marcel Kurzidim studiert Literarisches Schreiben an der
Universität Hildesheim. Inszenierung und Spiel: Marcel Kuzidim

Marcel Kurzidim
Für Erwachsene, Dauer: 40 Minuten


Altera Pars (die andere Seite)
Cie Yokai (Iris Keller / Violaine Fimbel, Stuttgart)
Sa., 28.11.2015 - 16 Uhr



Ein zwei Meter großer Phallus, aus gelber Wolle gehäkelt, zusammen
mit einer Frau, in einem hautfarbenen Tanz-Anzug: Was entsteht aus
dieser Reibung? Die Orientierungspunkte von Geschlecht und Kultur
werden auf den Kopf gestellt, um Fragen zu provozieren.

Das Duo aus Iris Keller und Violaine Fimbel, das sich während des
ersten Jahrs an der ESNAM in Frankreich kennen gelernt hat, zeigt
visuelles Theater, untermalt von Spoken Word und verbindet die
Stuttgarter Materialforschung mit der auf Bilddramaturgie
spezialisierten französischen Schule.

Iris Keller studiert Figurentheater an der Staatlichen Hochschule
für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Violaine Fimbel
ist Absolventin der ESNAM, der französischen Hochschule für
Puppenspielkunst.

Konzept/Bau/Text/Spiel: Iris Keller
Regie: Violaine Fimbel

Cie Yokai
Trailer: Altera Pars

Für Jugendliche und Erwachsene, Dauer: 30 Minuten

 

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BizSlam – Erfolgreich gescheitert oder zufällig erfolgreich
Mi., 18.11.2015 - 19 Uhr  (Einlass ab 18:30)



"Erfolgreich gescheitert oder zufällig erfolgreich“ heißt das Motto
des ersten deutschen BizSlams in Bochum.

Fernab von Vorträgen über Steuerberatung, Businesspläne und
Finanzierungsmittel stehen bei dieser Veranstaltung die wahren
Protagonisten im Fokus: Enterpreneure, Gründer und Unternehmer,
wie auch immer man sie nennen mag.

An diesem Abend erzählen sie ihre Geschichten:
Vom Scheitern, vom Glück und vom Zufall. Pitchen
und Selbstdarstellung kann Jeder.

Der Erfolg ist an diesem Abend nur ein Nebenkriegsschauplatz.
Der harte Weg dahin und die schicksalhaften Begleitumstände
werden beschrieben.
In jeweils 8 Minuten werden an diesem Abend fünf Bochumer
Gründer ihre Geschichte bzw. Anekdote erzählen – unterhaltsam
und informativ. Auf der Bühne werden stehen:

Christian Zenger (PHYSEC)
Julia Bernecker und Stefanie Müller (Kugelpudel)
Cristoph Kemper (Kemper Amps)
Susanne Stewen-Siepler (Taschenklub)
Sebastian Deutsch (9elements)

Der Eintritt ist frei. Da die Plätze begrenzt sind,
ist eine vorherige Anmeldung per E-Mail an
Gregor Tischbierek jedoch Voraussetzung
für den Einlass.

Veranstalter: Wirtschafsförderung Bochum GmbH
in Kooperation mit Go Between Digital GmbH (Stefan Gerth)

BizSlam @ facebook

 

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Zeitzeug_ Festival 2015
Do., 12.11.2015 - So., 15.11.2015



„_das Zeitzeug_Festival
_eine studentische Initiative
_eine interdisziplinäre Plattform für Kunst und Kultur
_basisdemokratisch
_jedes Jahr neu“


aus: Zeitzeug_ Festival. Manifest 2015

2002 als „megaFon Theaterfestival“ gestartet und 2011 umbenannt
in „Zeitzeug_“, geht das Festival nun in die 13. Runde.

Zeitzeug_ bedeutet stets auch eine Auseinandersetzung mit dem
Raum, den die Macher*innen „Bühne“ nennen. Deswegen wurde viel
Wert auf die Heterogenität der Spielstätten gelegt.
Die Künstler*innen hatten bei ihrer Bewerbung die Möglichkeit,
sich einen Wunschspielort für ihre Produktion auszusuchen.
Zur Auswahl standen neben den Rottstr5-Kunsthallen unsere beiden
Nachbarn, das Bar. Bistro. Stadtzimmer. Neuland und und die
Zukunftsakademie NRW.
Zusätzlich standen die Stadtbücherei und die Ruhr-Universität
sowie die Drehscheibe/der Citypoint im Angebot.

Statt eines vorgegebenen thematischen Schwerpunkts wurde den
Bewerber*innen eine Beschäftigung mit dem Raum abverlangt.
Es geht 2015 also um die Sichtbarmachung der Bedeutung von Raum
und Atmosphäre im Rahmen einer Aufführung.

Zeitzeug_ kooperiert in diesem Jahr mit dem „Arena der jungen
Künste“ Festival aus Erlangen.

Zeitzeug_ Festival 2015
Zeitzeug_ @ facebook


glanz&krawall: "Orfeo"
Sa., 14.11.2015 - 19:30 – 21:00 Uhr



Beharrlich folgt Orfeo Eurydikes Schatten. Er fordert sie zurück,
die So-Geliebte. Aber lassen seine Worte eine Erwiderung zu?
ENTWEDER WIR BLEIBEN IM IRRENHAUS ODER
DIE WELT WIRD EINS,
steht auf einem Gemälde in der Psychiatrie Berlin-Mitte,
in der diese Performance uraufgeführt wurde.

Wolfgang Herrndorf, selbst Patient, schreibt 2010 in seinem Blog:
„Einer geht immer auf und ab. Das ist der Traurigste.“
Eine Beschreibung, die auch auf Orfeo passt: Er gibt sich
ganz seinem Verlust hin und überschreitet so die Schwellen
der Realität. Was liegt dahinter?

glanz&krawall ist ein freies Berliner Musiktheaterkollektiv
um die Regisseurin Marielle Sterra, das neue, skurrile Sound-
und Bildwelten schafft: Schreibmaschinen und Mülltonnen
erwachen durch mittelalterliche Gesänge zum Leben, Technobeats
fressen Alban Berg-Motive. In ihren Arbeiten räumen glanz&krawall
den Schutt der Rezeptionsgeschichte beiseite und legen die
menschlichen Verhaltensweisen der Figuren frei, ohne diese
moralisch zu bewerten.

Mit: Angela Braun, Christian Miebach, Magdalena Motyl, Peter Kilian Schmeink
Special Ghost: Monika Freinberger als DIE STIMME
Cembalo/Klavier: Sua Baek
Regie: Marielle Sterra
Einstudierung/Musikalische Leitung: Sua Baek
Sound/Musikalische Konzeption: Martin Lutz
Dramaturgie: Dennis Depta
Bühne: Claus Engel
Kostüme: Vera Römer
Produktionsleitung: Lara Deininger
Regie-Assistenz: Peter Kilian Schmeink

Eintritt via Festivalpass oder Tagesticket


Malina Hoffmann: „Über Brüder und Schwestern“
So., 15.11.2015 - 14:00 - 15:00 Uhr



Geschwisterkinder sind süß, cool, peinlich. Sie begegnen sich zu
Hause, am Küchentisch oder auf dem Sofa. Wie eine Kindheitserinnerung
lässt das Stück die Linien zwischen Alltag und Märchen, dem Jetzt und
Gestern verschwimmen. Vielstimmig erzählt es, was geschwisterliche
Verhältnisse ausmacht und wie diese sich mit der Zeit wandeln.

Malina Hoffmann ist 18 Jahre alt; "Über Brüder und Schwestern"
war ihre erste Regiearbeit, bei der sie von Carina Langanki
unterstützt wurde (beschte Frau :) ). Entstanden ist das Stück
aber nur durch die großartige Zusammenarbeit mit den Darstellern
selbst, aus dessen Erfahrungen und Alltag erzählt wird.

Die Gruppe ist zwischen 6 und 45 Jahren alt und hat so
ganz unterschiedliche Perspektiven auf das Thema.

Entstanden im Rahmen der Regiewerkstatt 2015 des
Jungen Schauspielhaus Bochum.

Regie: Malina Hoffmann
Choreographie und Assistenz: Carina Langanki
Video: Christopher Deutsch
Kostüm: Yasho Saban und Anna Buchholz
Licht: Daniel Lüder

Mit:
Bengisu und Giray Yüksel
Till und Rasmus Schiffner
Zora und Juri Niephaus
Isabel und Michele Martin
Kerstin und Nicole Kuklinski
Malina und Mika Hoffmann

Eintritt via Festivalpass oder Tagesticket

 

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crack
PREMIERE: Do., 05.11.2015 - 20:30 Uhr  (Einlass ab 19:30)
Fr., 06.11.2015 - 20:30 Uhr  (Einlass ab 19:30)
Sa., 07.11.2015 - 20:30 Uhr  (Einlass ab 19:30)
So., 08.11.2015 - 19:30 Uhr  (Einlass ab 18:30)

„... there is a crack, a crack in everything that`s where the light gets in...“
Leonhard Cohen, Anthem



Eine Figurenspielerin und ein Musiker generieren live aus
Textilien und Text eine Performance im Spektrum von Installation,
Konzert und Storytelling.

crack widmet sich dem Material Stoff und den Metamorphosen
dieser kulturellen Haut und erzählt auf der Grundlage eigener
Texte und Versen aus dem indonesischen Schattenspielepos
„Dewaruci“ von dem Verhältnis von Mikrokosmos und Makrokosmos.
Die Reise eines Mythos und die Migrationsbewegungen einer
fiktiven Person werden in einer visuellen, tänzerischen und
musikalischen Dramaturgie miteinander verwebt.

Eine Produktion der kompanie liaison à faire in englischer Sprache.
crack beginnt als frei begehbare Raum- und Soundinstallation.

Tickets 10,- / 8,- €

Konzept & Performance: Lena Tempich
Musiker: Ralf Tibor Stemmer
Artistic Coach: Tim Jones



"Die aktuelle Kritik" von Meike Hinnenberg bei: findena.de

 

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Schaf.Biene.Pferd.
Do., 29.10.2015 - 20 Uhr
Fr., 30.10.2015 - 20 Uhr
Sa., 31.10.2015 - 20 Uhr



Nach der erfolgreichen Premiere im Juli diesen Jahres nun
die Wiederaufnahme.

Bei ihrer Suche nach dem täglichen Geld stoßen drei völlig verarmte
Frauen an die Grenzen ihrer Möglichkeiten.
Sie stellen der kapitalistisch strukturierten Gesellschaft ihre
"Gründermentalität" entgegen.
In den tragisch komischen Situationen entwerfen sie ungebrochen,
kreativ und getragen von ihrer gegenseitigen Fürsorglichkeit
Möglichkeiten ihr Leben zu finanzieren.

"Es ist die Große Kunst aus praktisch nichts alles zu machen..."
Sascha Westphal, nachtkritik 08.07.2015.

"Die drei Frauen des Stücks jedoch lassen sich einfach nicht
unterkriegen und geben niemals auf! Sehr gut."

Dirk Krogull, Coolibri 01.07.2015

Um Kartenvorbestellung wird gebeten:
kartenreservierung@freieradikale.eu.

Produktion: Freie Radikale - Hybrides Theater der Gegenwart
Schauspiel: Christiane Athmer, Barbara Feldbrugge, Şermin Kayık
Regie, Text: Günfer Çölgeçen
Ausstattung: Anna Ignatieva
Dramaturgie: Michael Schmidt
Licht: Michael Pattmann
Assistenz: Marylin Pardo
Presse und Öffentlichkeitsarbeit: Jörg Reiners
Illustration und graphische Gestaltung: Nikolai Gust

 

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Tiefes Streichen
Mi., 21.10.2015 - 20 Uhr





Elisabeth Fügemann - Cello
Pascal Niggenkemper - Bass

Die Kölner Cellistin Elisabeth Fügemann und der seit 2005 in New York
lebende, deutsch-französische Kontrabassist Pascal Niggenkemper
stellen ihre Soloprogramme vor und improvisieren im Duo mit zuweilen
präparierten Instrumenten über, ohne, mit und gegen die ausgestellten
Arbeiten von www.lisalyskava.com.

 

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Das Jahr_Tausend_Kind
So., 18.10.2015 - 15 Uhr




Die mit dem George-Tabori-Preis ausgezeichnete Bochumer
Künstlergruppe kainkollektiv präsentiert Antworten, Vorstellungen und
Erfindungen von Jugendlichen, die um die Jahrtausendwende
geboren sind.

Das Projekt ist die Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen
kainkollektiv, IFAK e.V. (Verein für multikulturelle Kinder- und
Jugendhilfe – Migrationsarbeit) und den Rottstr5 Kunsthallen,
die im Rahmen des Programms „tanz+theater machen stark“
des Bundesverbands Freier Theater e.V. ein Bündnis
eingegangen sind:

„Stell dir vor du durchlebst das ganze Jahrtausend! Wer bist du?
Welche Fähigkeiten hast du? Was ist die größte Bedrohung
deiner Zeit?“

Mit diesen und anderen Fragen begibt sich die Bochumer Künstlergruppe
kainkollektiv zusammen mit den Theaterpädagoginnen Olga Laschko und
Selen Kara seit März 2015 auf die Suche nach dem Jahr_Tausend_Kind.

In der zweiten Ferienwoche 12.-18. Oktober treffen sich Selen Kara
und Olga Laschko mit Jugendlichen im Alter von 13-18 Jahren und
kreieren das Jahr_Tausend_Kind: „Wir machen einen Animationsfilm,
Theater, wollen gemeinsam Essen und uns unterhalten."

Neue Teilnehmer sind immer willkommen, auch Jugendliche die
nicht oder wenig Deutsch sprechen.“ so Laschko.

Künstlerische Leitung:
Mirjam Schmuck zusammen mit Selen Kara und Olga Laschko

derwesten.de, 23.02.2015: Bochum sucht das Jahrtausendkind



 

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Doors to Perception – Pforten zur Wahrnehmung
Ein Projekt von Lisa Lyskava
Fr., 02.10. - So., 25.10.2015

"Im Fokus: Interkultureller Dialog durch Aktivierung und Gestaltung von
Wahrnehmungs- und Erfahrungsprozessen.
In einer Veranstaltungsserie wird mit einer Ausstellung von Gemälden, Video-
arbeiten, Performances und Video/Klanginstallation das Thema Wahrnehmung in
den Mittelpunkt gerückt. Grundlage der künstlerischen Arbeit ist die Mobili-
sierung von Wahrnehmung und Reflexion. Die verschiedenen Elemente der
Veranstaltungsserie laden den Zuschauer ein, sich mit seinen Denkschemata
auseinanderzusetzen und dieser bewusst die Multimedia-Inszenierung auch mit
anderen Lebenswelten konfrontiert. Durch diese Begegnung zu werden. Gleich-
zeitig wird er durch soll der Zuschauer angeregt werden, seine Wahrnehmung
und Bewertung zu reflektieren."
(Lisa Lyskava)



Öffnungszeiten:
  Freitags: 17–21 Uhr
  Samstags: 13–18 Uhr
  Sonntags: 15–19 Uhr

Programm
Fr., 02.10.2015, 20.00 Uhr
  Vernissage zur Ausstellung / In Verbindung mit Hotel Eden
  Listen To Colours - Auführung Video/Sound Performance
  Musiker improvisieren live zur Projektion der Video Installation

Fr., 09.10.2015, 20.00 Uhr
  Filmvorführung Dokumentarfilm Standort Sehnsucht
  Aus der Ruhrregion: Stimmen von Alt- und Neubürgern, Jung und Alt
  zum Thema Sehnsucht (Regie: Lisa Lyskava)

Sa., 10.10.2015, 18.00 Uhr
  Percussionperformance:
  Worldbeatclub e.V., Musiker aus verschiedenen Kulturen im Dialog

So., 11.102015, 18.00 Uhr
  Auftritt Fanfarenzug Bochum-Harpen
  Filmvorführung Dokumentarfilm Berichte vom Ostpol des Ruhrgebiets
  (Regie: Lisa Lyskava)
  Ehemalige Bergleute berichten von ihrem Leben Unter Tage Über Tage

Fr., 16.10.2015, 20.00 Uhr
  Viele Wege führen ins Revier - West-östlicher Diwan im Spiegel
  zeitgenössischer Literatur und Musik. Mitwirkende aus verschiedenen
  Kulturen. Ein Projekt der Ruhr Kultur Miliz in Kooperation mit Lisa Lyskava

So., 18.10.2015, 18.00 Uhr
  Mohamed Tamim:
  Tanzperformance – Touched and Moved, the paintings of Lisa Lyskava

Fr., 23.10.2015, 20.00 Uhr
  Lisa Lyskava:
  Szenische Lesung - Lebzeiten – poetische Reflexionen aus der Innenwelt

Sa., 24.10.2015, 18.00 Uhr
  Interaktive Performance:
  On your own risk - Die Zuschauer erleben ein multimediales Erfahrungsfeld
  von Wahrnehmungsprozessen. Mitwirkende aus verschiedenen Kulturen:
  Schauspieler, Musiker, Tänzer, Sänger

So., 25.10.2015, 18.00 Uhr
  Finissage: Dialog * Interaktion * Kunst

www.lisalyskava.com

 

 

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Festival n.a.t.u.r
Mo., 28.09. - Mi., 30.09. und Sa., 03.10.2015



Das Festival n.a.t.u.r (26.09.- 31.10.2015) ist zu Gast in den
Rottstr5-Kunsthallen:

Als Büro, Kontaktzentrum, Lesehalle und Arbeitsraum bieten die
Kunsthallen in diesen Tagen Möglichkeit zum Austausch,
Kennenlernen, Essen und Mitmachen. Als Gastgeber steht der
X-Kenner, Künstler und Aktivist Joscha Hendricksen in der
gesamten Öffnungszeit Rede und Antwort.
Besucht uns!


Programm Mo., 28.09.2015



Lesearbeit – in dem Projekt des Theorie & Praxis e.V. geht es darum,
sinnfällig und sichtbar zu machen, dass das Lesen an sich eine
Tätigkeit ist, die durchaus als “Arbeit” verstanden werden sollte.
Das Projekt läuft ganztägig während der X-Residenz und lädt
zum Mitmachen ein.

11 Uhr – Lese-X-Arbeit
  Kommt und genießt die konzentrierte Atmosphäre.
  Wer möchte, wird fürs Lesen bezahlt.
14 Uhr – Kaffee, Kuchen, fröhliche Verwirrung
  Leben als Projekt – Was wird bezahlt? Eine Spinnerei über
  Wertvolles und Unbezahltes mit Joscha Hendricksen
15 Uhr – Lese-X-Arbeit
  Kommt und genießt die konzentrierte Atmosphäre.
  Wer möchte, wird fürs Lesen bezahlt.
18 Uhr – Gemeinsames Abendessen
  Vegan & Lecker umsonst, gegen Spende
19 Uhr – Von Leerständen und Freiräumen,
  Besetzungen und Bürgerinitiativen
  Vortrag & Diskussion mit NN
im Anschluss: Konzert
  Ende um 22 Uhr


Programm Di., 29.09.2015



11 Uhr – Lese-X-Arbeit
  Kommt und genießt die konzentrierte Atmosphäre.
  Wer möchte, wird fürs Lesen bezahlt.
14 Uhr – Kaffee, Kuchen, fröhliche Verwirrung
  Kreative im Quartier, Kreativquartier?
  Eine kurze gedankliche Reise durch Idee und Kritik
  der Kreativen und der Kreativquartiere.
  Mit Joscha Hendricksen
15 Uhr – Lese-X-Arbeit
  Kommt und genießt die konzentrierte Atmosphäre.
  Wer möchte, wird fürs Lesen bezahlt.
18 Uhr – Gemeinsames Abendessen
  Vegan & Lecker umsonst, gegen Spende
19 Uhr – Gemeinsame Mittelvergabe
  Vom Budget des X für ihr Programm beim Festival n.a.t.u.r.
  haben wir 500€ ausgeschrieben.
  Wir wollen mit dem Netzerk-X eine neue Form der öffentlichen,
  gemeinsamen Mittelvergabe etablieren.
  Wir entscheiden: die Projekte werden vorgestellt, gemeinsam
  diskutiert und am Ende wird über die Vergabe abgestimmt.
  Alle Anwesenden sind stimmberechtigt und alle sind
  herzlich eingeladen.
im Anschluss: Ausruhen


Programm Mi., 29.09.2015



Nach 5-Tägiger Residenz zeigt die Performance- & Videokünstlerin
Rosh Zeeba am Mittwoch ab 19 Uhr ihre Installation:
NIE WIEDER ARBEIT.
Der Höhepunkt der Woche!

11 Uhr – Lese-X-Arbeit
  Kommt und genießt die konzentrierte Atmosphäre.
  Wer möchte, wird fürs Lesen bezahlt.
14 Uhr – Kaffee, Kuchen, fröhliche Verwirrung
  Die Utopie des X – Organisierung mit Geräuschen
  Eine performative nicht-Geschichte und sub-Vision des Netzerk-X
  und nicht-Verwertungsorientierter Vergesellschaftung
  Mit Joscha Hendricksen
15 Uhr – Lese-X-Arbeit
  Kommt und genießt die konzentrierte Atmosphäre.
  Wer möchte, wird fürs Lesen bezahlt.
18 Uhr – Gemeinsames Abendessen
  Vegan & Lecker umsonst, gegen Spende
19 Uhr – NIE WIEDER ARBEIT
  Eine bespielte Rauminstallation von Rosh Zeeba
  Eintritt: Spende / Einlass alle 20 Minuten
  Die Video- & Performancekünstlerin Rosh Zeeba erarbeitet während
  der X-Residenz in den Rottstr5Kunsthallen in der zweiten
  Halle eine Rauminstallation.
  Die Installation für alle bis 22 Uhr geöffnet.


Programm Sa., 03.10.2015



Zum Abschluss des Festivals findet die „VeLo-ve“ Stadtrundfahrt statt.
Die Rottstr5-Kunsthallen sind einer der Haltepunkte.
Sie sind die “offizielle” Station des Netzwerk X.
Joscha Hendricksen steht für Fragen und Antworten bereit
und der Kurator der Rottstr5-Kunsthallen Georg Mallitz
führt durch die Ausstellung von Lisa Lyskava.


Alle Termine & Infos zum Festival NATUR auf der Webseite des
Festivals: Festival n.a.t.u.r.

 

 

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HOTEL EDEN - Arbeiten am Mythos - Lesung mit Arne Nobel II
Fr., 25.09.2015 - 20:00 Uhr

Im Rahmen des Formats HOTEL EDEN interagieren KünstlerInnen
verschiedenster Genre mit- und gegeneinander:
Arne Nobel liest Passagen aus Ovids METAMORPHOSEN und
Texte von Heiner Müller während die Musiker
Fabian Jung (Perc.) und Edis Ludwig (Electr.)
über die Nobel-gelesenen Texte und die ausgestellten Arbeiten
von Beate Freier-Bongaertz und Helmut Berka improvisieren,
die abermals anwesend sein werden.


 

 

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Rottstr5-Kunsthallen-Tipp
Ausstellungen unserer Nachbarn im Quartier

Sa., 19.09.2015 - 14-19 Uhr
So., 20.09.2015 - 14-19 Uhr

Atelier Stephan Geisler - Hinterhof - Rottstr. 21
Memorandum - Malerei von Stephan Geisler und Gesang von Mahaa Taheri

Portraits von Regina aus ihren vier letzten Jahren.
Regina starb im Alter von 86 Jahren, sie hatte 8 Jahre Alzheimer.
Irgendwann fing sie an, sich aufzulösen.
Eine Ausstellung über Transzendenz.
Ein Schlaflied für eine Frau, die nicht einschlafen darf,
statt für ein Kind, welches einschlafen soll.

 

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Arbeiten am Mythos - Lesung mit Arne Nobel
Fr., 18.09.2015 - 20:00 Uhr

Arne Nobel liest Passagen aus Herodots THEOGONIE
(in der grossartigen Neuübersetzung von Raoul Schrott)
und einzelne mythenrelevante Texte von Heiner Müller:

Von der Enstehung der Welt, der Götter, von Musen
und Prometheus will ich sprechen! Unter dem Donnern
der Glück Auf Bahn, in alter Halle, Hesiod und Müller
zwischen Gemälden und Objekten - der Ursprung von
POESIE die MENSCH LAUT lesen MUSZ!

In den Zwischenräumen der Lesung spricht der Kunsthistoriker
und Philosoph Georg Mallitz mit den beiden KünstlerInnen
Beate Freier-Bongaertz und Helmut Berka über Kunst
und Mythos, die ausgestellten Arbeiten aus den Serien
ATLANTEN und ZEUS-AFFAIRS, die Positionen der beiden
KünstlerInnen und die Relevanz des Arbeitens am Mythos.


 

 

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TAU
Sa., 05.09.2015 - 20:00 Uhr

Tau ist ein inter­na­tio­nal besetz­tes Quar­tett, dass im Bereich neuer, elek­tro­nisch
erwei­ter­ter Musik nach eigen­stän­di­gen Wegen sucht .Tau beschäf­tigt sich mit
kom­ple­xer Rhyth­mik, der Ver­schmel­zung elek­tro­ni­scher und akkus­ti­scher Klänge
und der Ver­bin­dung unter­schied­lichs­ter Stile vor dem Hin­ter­grund der neue­ren
Jazz­tra­di­tion.
Ähnlich einer Rock­band arbei­tet Tau in einem kol­lek­ti­ven Pro­zeß von Kom­po­si­tion,
Impro­vi­si­sa­tion und Arran­ge­ment.

Phil­ipp Grop­per (ten)
Phi­lip Zou­bek (synth)
Pet­ter Eldh (eb, electr)
Moritz Baumgärtner (dr)

Video: live @ Jazzkollektiv Festvial Berlin, August 2013


 

 

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Wine Thursday
Do., 03.09.2015 - ab 18:30 Uhr

In Kooperation mit „Weine vor Freude" wird es auf gaumenfrohe Weise um die
zeitgenössische Kunst des Anbaus und Kelterns von Wein und seinen Genuss gehen,
wenn unter dem Motto "Weine vor Kunst" die Veranstaltungsreihe "Wine Thursday"

in den KUNSTHALLEN Station macht:
Im Ambiente der aktuellen Gruppenausstellung "Metamorphosen: Arbeiten am
Mythos", Malerei und Objekte aus den Werkserien "Atlanten" von Helmut Berka
und "Zeus Affairs" von Beate Freier-Bongaertz werden die beiden Pfälzer
JungwinzerInnen Melissa Bender und Henrik Schweder über ihre Kunst sprechen,
uns Kostproben geben und Anlässe schaffen, unsererseits über unsere
Sinneseindrücke zu sprechen.

Der Eintrittspreis beträgt 15 €.
Im Eintrittspreis enthalten sind Wein, Wasser und alle Speisen.


 

 

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Rottstr5-Kunsthallen-Tipp
Ausstellungen unserer Nachbarn im Quartier

Fr., 28.8.2015 - 19.30 Uhr
NEULAND, Rottstr. 15
Vernissage der Gruppenausstellung:
2 real (28.8.-12.9.2015),
mit Arbeiten der NARTUR Kunstgruppe sowie Lukas Uptmoor und Felipe Morinelli

Fr. 28.8.2015 - 20.00 Uhr
adhoc, Schmidtstr. 35
Vernissage der Einzelausstellung:
David Kroell // Surface (28.8.- 11.9.2015)

 

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Metamorphosen: Arbeiten am Mythos
Malerei und Objekte aus den Werkserien "Atlanten" von Helmut Berka und
"Zeus Affairs" von Beate Freier-Bongaertz
28.8. - 25.9.2015

Vernissage: Fr., 28.08.15, ab 18:30 Uhr
Begrüßung: Georg Mallitz
Begleitprogramm: um 20:30 spielt das Improtheater „Improfrittiert“ aus Krefeld
in der Ausstellung
Finissage: Fr., 25.09.15, 20 Uhr
Musik „HOTEL EDEN“



 


 

 

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Schaf. Biene. Pferd.
Theater Freie Radikale „Das hybride Theater der Gegenwart“
Premiere (UA): Mi., 08.07.15, 20:00 Uhr
Do., 09.07.15 - 20:00 Uhr
Fr., 10.07.15 - 20:00 Uhr
Sa., 11.07.15 - 20:00 Uhr

 


 

Bei ihrer Suche nach dem täglich Geld stoßen drei völlig verarmte
Frauen an die Grenzen ihrer Möglichkeiten. In ihrer Situation
schrecken sie vor Überfällen nicht zurück, werden dabei aber
selbst Opfer und müssen vor einem Choleriker fliehen. Sie
versuchen an Geld zu kommen,indem sie vortäuschen für not-
leidende Tiere Geld zu sammeln und setzen anschließend illegal
einen eigenen Landclaim, doch beides hat ebenfalls keinen Erfolg.
Schließlich landen sie trotz vorhandener Schauspieltalente nur
als Statisten beim Film.

Im Kapitalismus braucht jeder Geld. Aber was ist der Einzelne
bereit, dafür zu geben?
In Günfer Çölgeçens Stück "Schaf. Biene. Pferd." stellen die
Figuren der kapitalistisch strukturierten Gesellschaft ihre
„Gründermentalität“ entgegen. In den tragisch komischen
Situationen entwerfen sie ungebrochen und kreativ Möglichkeiten
ihr Leben zu finanzieren. Trotz ihrer Überlebensstrategien wird
offenbar, dass sie dem System des Geldes nicht entfliehen können.
Nur ihre gegenseitige Fürsorglichkeit vermag sie durch den Parcour
zu tragen, der die Fragen nach der Würde des einzelnen beinhaltet,
nach der Bereitschaft, einen Teil von sich selbst aufzugeben.

Schauspiel: Christiane Athmer, Barbara Feldbrugge, Şermin Kayık
Regie, Text: Günfer Çölgeçen
Ausstattung: Anna Ignatieva
Dramaturgie: Michael Schmidt
Licht: Michael Pattmann
Assistenz: Marylin Pardo
Presse und Öffentlichkeitsarbeit: Jörg Reiners
Illustration und graphische Gestaltung: Nikolai Gust

 

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Streit/Kultur #2
Ist das Kunst, oder kann das weg?

Mi., 1. Juli 2015, 19:00

 


 

Die Bochumer Kultur-Gespräche laden zur Streit/Kultur #2 ein.

Streiten wollen wir über Qualität. Kann man über Qualität streiten?
Wann ist die Kunst eine Kunst? Weviel Kunst steckt in der Kultur?
Woran erkennt man Kunst?
Die Theaterkritikerin Sarah Heppekausen, der DJ und Popjournalist
Hans Nieswandt und die Projektleiterin „Kulturentwicklungspläne“
des LWL Yasmine Freigang diskutieren darüber, nach welchen Kriterien
sie ihre Urteile über die Qualität von Theater, Musik, bildender
Kunst und Soziokultur fällen.

Im Anschluss an das Podiumsgespräch positionieren sich die
Kulturschaffenden und Interessierten aus dem Publikum:
Das ist das Kunst und deshalb bleibt das hier!

Moderation: Antje Grajetzky
Streit/Kultur @ facebook

Die Streit/Kultur - Bochumer Kultur-Gespräche sind im vergangenen
Herbst von einer Gruppe Kulturschaffender initiiert worden.
Impuls war es, dass die freie Szene und Kulturinstitutionen
gemeinsam die Bochumer Kultur entwickeln wollen.
Jenseits des aktuellen kulturpolitischen Geschehens soll mit der
Streit/Kultur ein Denkraum für die zukünftige Kulturentwicklung
geschaffen werden.
Von der SPD wurde daraufhin der Anstoß zu einem Kulturentwicklungsplan
gegeben. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe begleitet bereits
einige Kulturentwicklungspläne. Die Streit/Kultur-Initiative will diesen
Prozess inhaltlich begleiten und regelmäßig Podiumsdiskussionen mit
anschließendem Gespräch zu Themenbereichen der Kulturentwicklung
veranstalten.
Es wirken mit: Bahnhof Langendreer, Blicke - Filmfestival des Ruhrgebiets,
Fidena, Grüne, oktober kommunikationsdesign, Rottstr5-Kunsthallen, SPD,
Schauspielhaus Bochum, Bochumer Symphoniker, Theater Traumbaum

 

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Leviathan - Preview
So., 28.06.15, 17:00 Uhr

 


 

„So lauern hinter einem Vorgebirg
  Die Leviathane, riesig, auf ihr Mahl
Und ohne Jagd verschlingen mit Gewürg
  Was in ihr Maul verirrt in großer Zahl.“
Drydens Annus Mirabilis

Ob es tatsächlich die Leviathane sind, von denen sie berichten werden,
oder ob sie über das Vorgebirge nicht hinausgekommen, oder längst
verschlungen sind – sie wissen es nicht mehr, über ihre Unternehmung
haben sie ihre Urteilskraft verloren.

Ausgerüstet mit einem Cello, allerlei Sensoren und ihrem Rest an Verstand
haben sich Wolfram Lakaszus, Wofgang Sellner und Boris Mercelot auf die
Jagd nach den Leviathanen der Gegenwart gemacht.

Erste Fänge präsentieren sie im Rahmen einer Rottstr5-Teatime.

Eintritt 35 Euro, ermäßigt 28 Euro oder ein lebender Leviathan.

 

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A 00 215
Katharina Monka feat. Nora Hansen

30.05. - 25.06.15
Öffnungszeiten Sa 14:00 - 17:00 Uhr

Finissage 25.06.15 19:00 Uhr
Live DJ Set Yoko Tsuno (Version 1) 17:00 Uhr

 


 

Weniger eine Ausstellung, als das permanent sich verschiebende
Set einer Filmproduktion von Katharina Monka, deren Akteure ihre
Objekte, Grafiken von Nora Hansen und die beiden eigenwilligen
Halftubes der KUNSTHALLEN selbst sind. Durch die Maske einer
präexistenten Comicfigur nutzt Hansen diesen hyperbolischen
Spalt zur Erzeugung einer postidentitären Sehnsuchtsgestalt,
die von ihr gezeichnet und elektroakustisch animiert wird.

katharinamonka.de

 

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PERFORMING JAZZ: #3
Solo-Performance mit dem Ausnahmeschlagzeuger Karl F. Degenhardt
im Rahmen der Ausstellung "Performing Jazz" mit neuen Foto-Arbeiten
von Heinrich Brinkmöller-Becker
Do 30. Apr. 20:00

 


 

Beeinflusst von postmoderner Philosophie, kontextueller Architektur,
bildender Kunst und Performance-/Aktionskunst, entwickelt Karl-F.
Degenhardt sein Schaffen interdisziplinär und sucht nach Potentialen
zwischen den Kategorien.
Er wurde am 21.02.1991 im thüringischen Eisenach geboren und begann
schon früh alles , was einem Schlagzeug auch nur ähnlich war, zu bespielen.
Ab dem Alter von 12 Jahren erhielt er professionellen Schlagzeugunterricht.
Schnell sprach sich sein musikalisches Talent rum, was dazu führte,
dass er schon bald darauf in einigen Bands mitwirkte, mit denen er
erste Live-Erfahrung sammelte und verschiedene Tonträger produzierte.
Da sich von Anfang an eine Neigung zur Improvisation mitentwickelte,
baute er dieses Interesse zunächst hauptsächlich mit Kasseler Musikern
in der dortigen Improvisationsszene aus. In Kassel gründete er 2008 auch
das Klavier-Trio „Blue Break“, für dessen Musik und Schaffen er und seine
Mitmusiker 2009 den „Kasseler Kunstpreis der Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung“
im Bereich Musik erhielten. 2010 erhielt er mit gleicher Band den bilateralen
und hochdotierten „Jazzprix“. Es folgt eine professionelle CD-Produktion,
die auf MONS Records im Frühjahr 2011 erschien und eine Vielzahl von Konzerten,
beispielsweise auf dem Bohemia Jazz Festival, Jazz an der Donau und dem Kasseler
Jazzfestival. Simultan war Karl-F. Degenhardt in zahlreichen Bands spielerisch
sowie kompositorisch aktiv (schwerpunktmäßig Free Jazz/Imaginary
Folklore/New Improvisation).
Degenhardts Diskographie, Kulturpreise wie der „Kasseler Kunstpreis der
Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung“, der bilaterale „Jazzprix“ und der „Sparda Jazz Award“,
Konzerte in Italien, Frankreich, Tschechien, den Niederlanden, Unterricht bei
Barry Guy, Agusti Fernandez, Ramon Lopez, Paulo Alvares, Andreas Lang, John Hollenbeck,
ein interdisziplinäres Forschungsprojekt LAB und künstlerische Zusammenarbeit mit
Brad Henkel, Gunter Hampel, Matthias Schriefl, Nicola Hein und Ryan Carniaux haben
ihn zu einem gefragten Bestandteil der deutschen Improvisationsszene gemacht.
Seit 2011 studiert er an der Folkwang Universität der Künste und seit 2013 lehrt
er beim internationalen Improvisations-Workshop „Blue Boat“.

 

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HOTEL EDEN: BRINKBECK STAUB
Performance mit Echoplex Raumjazzern und Fotografen:
Do. 23. Apr. 20:00

In Kooperation mit
und

 



Serge Corteyn – Gitarre, Elektronik, Lapsteel
Jan Klare – Alt- und Basssaxofon
Martin Thissen – Schlagzeug, Glockenspiel

von STAUB
http://sergecorteyn.de/projekte/staub

und
Heinrich Brinkmöller-Becker - Digitale Bildsysteme
www.jazzfoto.eu


 

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SWITCHBACK (Chicago/Warschau/New York/Köln)
Mars Williams – Tenor-, Alt-, Sopran-, Sopranino- Saxophone
Waclaw Zimpel – Bass-, Alt-, B- Klarinetten, Tarogato
Hilliard Greene – Kontrabass
Klaus Kugel – Schlagzeug
Fr. 17. Apr. 20:00

 


 

Raum, Klangfarbe, Interaktion, Unabhängigkeit, Transparenz, und ein
ungeheurer Vorwärtsdrang, wie ein Miniatur-Kammerorchester im
Galopp - SWITCHBACK besitzt ein großes Spektrum. Und gab im Frühjahr
2013 das Debut in Europa! Bewegung ist es, was dieses neue Ensemble
auszeichnet. Es macht Spaß zu hören, wie diese vier Männer ihre Musik
in Echtzeit entstehen lassen, zu erleben, wie jeder sofort reagiert,
wie die Wachheit an allen Fronten zu spüren ist. Mars Williams und
Waclaw Zimpel, in jeder Hinsicht "in tune", scheinen über lange
Strecken die Gedanken des anderen zu lesen und ihre mosaikartig
verzahnten Horn-Linien werden von der unermüdlich treibenden
Rythm-section Hilliard Greene & Klaus Kugel mitgerissen.

 

Mars Williams wurde in Deutschland bekannt durch seine Auftritte
beim Moers Festival (1997, 1999 (Liquid Soul) und 2004 (Liquid Soul und XmarsX)
und beim Offside 2008 mit dem Mars Williams Quartet. Er spielte mit John Zorn,
Bill Laswell, Elliott Sharp, Fred Frith und Daevid Allen, tourte mit
den Psychedelic Furs, arbeitete für Billy Idol und ist Mitbegründer
der Funk- und Acid Jazz-Band Liquid Soul. Mit Ken Vandermark spielte er
im NRG Ensemble, aber auch in Vandermarks Quintett und bei Cinghiale und
in Peter Brötzmanns Chicago Tentett. Er leitet weiterhin die Bandprojekte
Witches & Devils, Slam und XmarsX.
Waclav Zimpel ist ein junger hochtalentierter Klarinettist aus Warschau der
den Anschluss zur internationalen Szene gefunden hat. Seine Musik schlägt einen
weiten Bogen von der Polnischen Folklore über die Jazztradition bis hin zur Moderne.
Hilliard Greene & Klaus Kugel haben sich vor 10 Jahren in New York kennengelernt und
sind seitdem die Rythm-section in vielen Spitzenprojekten wie Carnival Skin,
Steve Swell's Rivers Of Sound Ensemble, Petras Vysniauskas Quartet,
Jemeel Moondoc / Roy Campbell - Quartet sowie dem Charles Gayle Trio.

 

mp3: http://www.inemu.com/switchback-demo.mp3
http://www.switchback.inemu.com

 

http://www.marswilliams.com/
http://de.wikipedia.org/wiki/Mars_Williams
http://www.waclawzimpel.pl
http://www.hilliardgreene.com
http://www.klauskugel.com
 

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PERFORMING JAZZ
Fotoausstellung von Heinrich Brinkmöller-Becker (17|04 - 14|05|2015 )
Vernissage mit Konzert: SWITCHBACK (Chicago/Warschau/New York/Köln)
Fr. 17. Apr. 19:30

 


 

Der Titel gibt bereits Aufschluss über die neue Fotoausstellung von
Heinrich Brinkmöller-Becker: Anders als bei den in der Jazzfotografie
üblichen Porträts von Musikern setzt Performing Jazz den fotografischen
Akzent auf die Darstellung von Prozessen beim Musikmachen.
Die Bildsequenzen im kontrastreichen Schwarz-Weiß stellen Abläufe
beim Entstehen und Entwickeln von improvisierter Musik dar.
Die Kamera fokussiert die Körperlichkeit, die Bewegungen,
die Mimik und Gestik der Künstler. Die gesamte künstlerische
Performance wird mit fotografischen Mitteln als Sequenz abgebildet.
Die einzelnen Sequenzen bestehen aus 6 (quer-) bzw. 7 – 9
(hoch-)formatigen Bildern, die zu einem Panorama zusammengefasst werden.
Dies Verfahren knüpft an die Vorgeschichte des Films an, bei der Eadweard
Muybridge, Étienne-Jules Marey oder Ottomar Anschütz mit Hilfe fotografischer
Technik Bewegungen in ihrem Ablauf sichtbar machen und als Folge von
Einzelbildern Bewegungsillusion erzeugen wollten. In diesen Bildersequenzen
ging es darum, die authentische Abfolge von Handlungen und Bewegungen abzubilden.
Performing Jazz stellt demgegenüber den Zusammenhang von äußerer und innerer Bewegung
und ihren entsprechenden Variationen bei Konzerten mit improvisierter Musik dar.
In den KUNSTHALLEN werden neben Sequenzen von verschiedenen Jazzern wie
Bill Evans, Ron Carter, Bruno Chevillon, Fred Frith, Jerome Harris in einer
Extra-Reihe Serien von Panoramen gezeigt, die sich auf zwei Konzerte in den
KUNSTHALLEN selbst beziehen: Der in der europäischen und New Yorker Jazzszene
bestens verankerte und hochgeschätzte 77-Jährige Multiinstrumentalist und
Komponist Gunter Hampel hatte mit seinem deutschen Trio mit den Folkwang-Absolventen
Julius Gabriel an den Saxophonen und Karl Degenhardt am Schlagzeug einen besonderen Auftritt.
Die Musiker bezogen in ihrer Improvisation den jungen brasilianischen Tänzer Danilo Cardoso
mit ein. Dem Konzept der KUNSTHALLEN entsprechend entwickelte der Altmeister mit den jungen
Künstlern ein transmediales Projekt, bei dem Musik und Tanz einen improvisatorischen Dialog führten.
Das zweite dokumentierte Konzert fand im März mit der Jazzlegende Günter „Baby“ Sommer statt.
Der „Ur-Vater“ des DDR-Jazz mit seinem kraft- und phantasievollen Spiel am Drumset zeigt
vollen Körpereinsatz. Diese beiden Musik-(Tanz-)Performances kommen dem Ansatz der
Bildersequenzen besonders entgegen.
www.jazzfoto.eu

 

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HOTEL EDEN: Film verjazzen II
Performance zur Live-Neuvertonung bewegter Bilder des
Experimentalfilmers Achim Zepezauer mit den beiden
Weltraumjazzern Achim Zepezauer (Tischlein Elektrisch)
und Serge Corteyn (g, electronics, lapsteel)
Mi. 18. Mär. 20:00

 

In Kooperation mit
und

 


 


 

www.kuhzunft.com
www.simoncamatta.de

 



 

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WORKSHOP MIT DEM AMERIKANISCHEN KLANGKÜNSTLER RICHARD LERMAN
Eine Mikroexpedition in den vermeintlich unhörbaren Klang der Gegend
Einführung in die Field-Recording Technik mit Piezo-Disks in
Kooperation mit dem Dortmunder mex – intermediale und experimentelle
Musikprojekte e.V. (www.mexappeal.de)
(Max 20 TeilnehmerInnen)
Sa. 21. Mär. 14:00 - 16:30

 


 

Als Pionier der Piezo-Technik verblüfft Richard Lerman seit 1961
kontinuierlich mit vermeintlich unhörbaren Klängen von mikrofonierten
Kakteen, Dornzweigen oder dem Laufen von Ameisen. Zusammengetragen
zwischen Arktik und den Galapagos Inseln, führen uns seine
Klangsouvenirs durch seinen geschärften Entdeckergeist in die auditive
Mikroskopie der Welt.
www.sonicjourneys.com
www.wikipedia.org/wiki/Richard_Lerman

 

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HOTEL EDEN: Film verjazzen I
Performance zur Live-Neuvertonung bewegter Bilder des
Experimentalfilmers Achim Zepezauer mit den beiden
Weltraumjazzern Achim Zepezauer (Tischlein Elektrisch)
und Serge Corteyn (g, electronics, lapsteel)
Mi. 18. Mär. 20:00

 

In Kooperation mit
und

 


 


 

www.kuhzunft.com
www.sergecorteyn.de

 



 

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ACHIM ZEPEZAUER: BILDNERISCHE ARBEITEN UND FILME (13.3.-24.03.2015)
Vernissage mit Live-Performance
Fr. 13. Mär. 20:00

 


 

In unserer Reihe kleinfeinundgeheim haben wir das grosse Vergnügen,
Euch die wenig bekannten bildnerischen Seiten des Dortmunder
Klangkünstlers und Jazz-Musikers Achim Zepezauer
(formaly known as Kämper) zu präsentieren.
achim zepezauer // zukunft@kuhzunft.com // www.kuhzunft.com

 

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MOO LOHKENN & SOURCE OF SOUND
Archaic Wildworks in Contemporary Creative Jazz & Song
Moo Lohkenn (voc), Leonard Jones (b), Günther Baby Sommer (dr, perc)

 


 

Machtvoll, sinnlich, vielseitig und klangfarbenreich - so beschreiben Magazine
wie Cadence New York oder das finnische Jazzrytmit Stimme und Gesang der Sängerin
und Stimmkünstlerin Moo Lohkenn. In ihrem Trio Source Of Sound verwebt sich
der hypnotische Gesang mit dem Spiel zweier meisterhafter Instrumentalisten -
dem Kontrabassspiel des aus Chicago stammenden AACM-Musikers Leonard E. Jones
und dem Schlagzeug- und Percussionspiel von Günther Baby Sommer als einem der
bedeutendsten Vertreter des Zeitgenössischen Europäischen Jazz. Grenzgängerisch,
schillernd, seelenvoll-ekstatisch ist das Klanggeschehen, das sich um einen roten
Faden herum entfaltet, aus der Improvisation heraus lebt und in dem mitunter poetische
Songs aufscheinen. Die Musik verbindet das Archaische mit dem Avantgardistischen zu
"einem Zauber von aufsehenerregender Kraft" (Cadence).
Do. 12. Mär. 19:30

 

"This is extraordinary music. It is extraordinary singing.
And it`s out like the way out is in. Really! " (Gapplegate, New York)

 


 

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DAS JAHR_TAUSEND_KIND
Film-/Medien- und Theater Kennenlernworkshop zum Projektauftakt
eines neuen lokalen Bündnis zur Förderung der Jugendtheaterarbeit
in Kooperation mit kainkollektiv und IFAK e.V.
Fr. 06 . und Sa. 07. Mär 15:00 - 18:00

 


 

In den KUNSTHALLEN findet regelmässig (genaugenommen von Anfang an,
nämlich seit der Gründung in 2005) auch Theater statt. Unserer
Veranstaltungen suchen allerdings andere Kontexte, als die unserer
Nachbarn in der Rottstr. 5
Aktuell geht es dabei, auf Initiative der Bochumer Künstlergruppe
kainkollektiv, um ein neues lokales Bündnis zur Förderung der
Jugendtheaterarbeit mit kainkollektiv (in Kooperation mit der
Theaterpädagogin Olga Laschko ) und IFAK e.V.

 


 

Über ein Jahr lang wollen die Bündnispartner zusammen mit Kindern und
Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren am Theaterprojekt Das_Jahrtausend_Kind
arbeiten und sich auf die Suche nach Bochums Jahrtausendkindern begeben.
Alle heute 14-18jährigen sind um die Jahrtausendwende geboren. Die Bündnispartner
werden im Rahmen des Projektes zusammen mit den teilnehmenden Jugendlichen
selbst ein Jahrtausendkind entwickeln - eine fiktive Figur, die mit allen
Visionen und Fähigkeiten für das anbrechende Jahrtausend ausgerüstet ist.
Die Entwicklung dieser Figur soll im Rahmen verschiedener Workshops
(Theater, Parkour, neue Medien) und regelmäßiger Treffen mit den Kindern
und Jugendlichen stattfinden und am Ende des Jahres zu einer
Zwischenpräsentation führen. Neben der Erfindung des Jahrtausendkinds
mittels der künstlerischen Herangehensweise geht es in dem Projekt auch
darum, die verschiedenen Standorte der Bündnispartner durch kulturelle
und pädagogische Arbeit für die Jugendlichen erfahrbar zu machen und
diese Orte zu vernetzen.
Das Projekt wird vom Bundesverband freie Theater im Programm "tanz+theater
machen stark" gefördert. Zusammen mit den Bündnispartnern sind kainkollektiv
und Olga Laschko auf die Suche nach jugendlichen Teilnehmern gegangen,
die das Jahrtausendkind entwerfen möchten. Die Workshops beginnen Anfang März
2015 und werden im Kinder- und Jugend-Stadtteilzentrum e57 (Bochum Goldhamme)
und in den Kunsthallen Rottstraße5 stattfinden. Das Angebot ist kostenlos.

 

www.kainkollektiv.de
www.ifak-bochum.de

 

Rückfragen unter: Jahr_Tausend_Kind@yahoo.de

 

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BOCHUM - N Y C III : TRUMPET TRUMPET SYNTHESIZER
Brad Henkel - Trumpet, electronics & Weston Minissali- Synthesizer, voice
Im 2. Teil des Abends Soloperformance mit dem Schlagzeuger Karl Degenhard

Mit Brad Henkel und Weston Minissali kommen zwei junge, innovative Komponisten
und Musiker aus NYC in die KUNSTHALLEN, um ihr jüngstes Album 'Oh Baby’ vorzustellen.
Brad Henkel (geb. 1985), der erst kürzlich aus New York nach Köln übergesiedelt ist,
hat hier sehr schnell als Ko-Kurator der Konzertreihe „Luftbrücke"auf sich aufmerksam
gemacht, eine Reihe, die junge, experimentelle Musik aus den USA und anderen Ländern
nach Köln bringt, um den Dialog zwischen verschiedenen musikalischen Stilrichtungen
zu befördern. Brad war bereits einige Male in unterschiedlichen Konstellationen in
den KUNSTHALLEN, um insbesondere bei den Hotel-Eden-Performances mitzuwirken.
Seine neominimalistische Art, mittels innovativer Spieltechniken, die dechiffrierende
Kraft des Beinahe, Alsob oder Vieleicht der entstehenden Klangzwischenräume durchzutragen
und in Präsenz zu verwandeln, ist stets als grosse Bereicherung empfunden worden. Er ist
Mitbegründer des von Musikern geführten Labels Prom Night Records in den USA.
Der Avantgarde-Komponist, Synthesizer-Spieler und Graphiker Weston Minissali
(geb. 1989) lebt zwischen Hudson Valley und Brooklyn, NY. Sein Hauptinteresse
gilt derzeit der Erforschung und Weiterentwicklung der klanglichen Möglichkeiten
des Synthesizers, um einen leiborientierten Sound zu kreieren, der bei aller
Intellektualität hohe physische Präsenz, Nähe und Anwesenheit generiert.
Er tourt regelmäßig in ganz Nordamerika mit verschiedenen Ensembles und hat
mittlerweile sechs Alben bei den in Brooklyn angesiedelten experimentellen
Labels Northern Spy Records and Prom Night Records herausgebracht.
Im zweiten Teil des Abends wird der Essen Schlagzeuger Karl Degenhard,
der bei uns mit DAS BEHÄLTER oder Gunter Hampels German Trio gespielt hat,
Teile seiner neuen Solo-Performance vorstellen.
Do. 19. Feb. 19:30
AK 5/10/15 €

 



 

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NAGEL DIE ZUNGE DEINES GEGNERS AN DIE WAND, Songs mit Christian Fries und Jan Klare
Christian Fries Gesang, Gitarre, Text & Komposition
Theaterregisseur, Schauspieler, Musiker und Autor.2010 zum
Ingeborg-Bachmannwettbewerb nach Klagenfurt eingeladen.
Buchveröffentlichung: „Vater gibt seinen Weinhandel auf“ (2010).
Christian Fries will als Autor dem Unbewussten Gestalt verschaffen.
Gleichzeitig ist er fasziniert von „menschlichen Interaktionen“ und
insofern Protokollant des Alltags. „Im Moment interessiert mich, wie
das Persönliche in den künstlerischen Raum aufgehen kann. Die Songs,
ein neues Ausdrucksfeld, stehen im Zusammenhang dieser Suche.“
Nähere Informationen: christianfries.info
Jan Klare E-Win
Saxophonist und Komponist.Seit Mitte der 80er Jahre auf allen möglichen
Schauplätzen unterwegs. Leiter der Ruhrgebietsband The Dorf.
Jan Klare versteht seine Arbeit als
“soziologische Feldforschung” über Hörgewohnheiten, Hörerwartungen und deren Manipulation.
Nähere Informationen: www.janklare.de
Do. 12. Feb. 20:00

 



 

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SPIRIT OF INDIA FUSION
Im Anschluss an die Auftritte im Projekt „Search for Buddha“ mit Markus Stockhausen
und dem WDR Sinfonieorchester am 6. und 7.2.2015 in Köln und Bielefeld kommen
ein Weltklasse-Tablameister aus Mumbai und ein Bambusflöten-Virtuose und Komponist
aus Varanasi, die beiden in verschiedensten Konstellationen weltweit auftreten zu zwei
Konzerten ins Ruhrgebiet, nämlich zu uns in die KUNSTHALLEN und tags darauf in die
Katakomben nach Essen, um mit deutschen Musikerfreunden in einmaligen und einzigartigen
Konzerten – in mehreren Formationen und verschiedenen Klanglandschaften: Kompositionen
mit Improvisationen - Intuitive Musik und Instant Composings zu spielen.
Mit: Dinesh Mishra (Bansuri), Hanif Khan (Tabla),
Rechungpa (Percussion und Stimme), Stephanie Lepp (Querflöte),
Gunter Lepp (Stimme und Piano ),

Es ist möglich, dass zum Ende der Konzerte weitere spontane Kompositionen mit
Überraschungs--Gästen entstehen.
Eine Veranstaltung der Akademie der Kulturen NRW in der Reihe
„BOLA Music World“ in Kooperation mit den Rottstr5 KUNSTHALLEN
VVK 15/10 €, AK 15/10 € (Reservierung: 0234- 9506 8304)
So. 08. Feb. 18:00

 


 

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ZAUBERLICHT THEATER: ZIRKADELIK...FOLGE DEM ROTEN FADEN!
Schwarzlicht-Theater von und mit Angela Hilgers und Thumpah Lee
Ein unterhaltsames und berührendes Maskentheater im Schwarzlicht, nicht nur
für Erwachsene, sondern die ganze Familie (Kinder ab 6 Jahren).
Fr. 19. - So. 21. Dez. jeweils 19:00

 

Sondervorstellung für Gruppen am Do. 18. Dezember, 17.00
(nur mit Anmeldung unter: mallitz@rottstr5.de)

 

Begleiten wir das "Zauberlicht-Theater" (www.myspace.com/zauberlichttheater)
in die Welt der kleinen Wunder. Ganz ohne Worte und mit Hilfe einer Mischung
aus leuchtenden Farben, kuriosen Kreaturen und Musik aus aller Welt, heben
Angela Hilgers und Thumpah Lee die Gesetze der Schwerkraft aus den Angeln
und entführen uns in die abenteuerliche und gefährliche! Welt der Phantasie,
wo sich nicht nur Teller und Tassen selbstständig machen oder der
Badewannen-Abfluss den Badenden in die Tiefen eines imaginären Ozeanes saugt.
Was soll das Auge glauben... ist alles nur ein Trick?
Der Protagonist des aktuellen Stückes "Zirkadelik...folge dem roten Faden!"
muss mit den wagemutigen BesucherInnen viele Abenteuer überstehen bis er
sein Glück findet.

 


 

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HOTEL EDEN: Zirkadelik...folge dem roten Faden!
Schwarzlicht-Performance mit Live-Musik

Mi. 17. Dez. 20:00

 

Angela Hilgers & Thumpah Lee (Schwarzlichtspiel), Julius Gabriel (Sax.),
Simon Camatta (Perc.), Achim Kämper (Tischlein Elektrisch) und Jim Campbell
(Cassette Scratch Orchestra)

 

In Kooperation mit
und

 


 


 

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GUNTER HAMPEL GERMAN TRIO MAGIC TOUCH
Konzert und Tanzperformance: Gunter Hampel
Vibraphone & Bass Clarinet, Julius Gabriel
Saxophones, Karl Degenhardt - Drums,
Danilo Cardoso - Dance
So. 14. Dez. 19:00

 

Mit dem seit 1968 in New York lebenden Multiintrumentalisten
und Composer Gunter Hampel, kommt einer der weltweit renommiertesten
deutschen Vertreter des modernen Jazz ins Viertel. Im Trialog mit den
beiden musikalischen Ausnahmetalenten Julius Gabriel und Karl Degenhardt
und dem Brasilianischen Tänzer Danilo Cardoso entwickelt sich aus einem
mehrdimensionalen Impuls- und Resonanzspiel durch die hingebungsvolle Kraft
kollektiver Improvisation ein Magical Touch, der auch das Publikum nicht
unberührt lassen wird.

 


Gunter Hampel - Wikipedia Artikel

 

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HOTEL EDEN: Spiegelebenen. Malerei von Adelka John (27.11.-12.12.)
Vernissage der Werkstattausstellung von Adelka John http://www.adelka-john.de
im "Hotel Eden" (Multimediale Performances)
Do. 27. Nov. 20.00

 


 

In Kooperation mit
und

 


 

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LIGHT IN BABYLON
Weltmusik aus Istanbul

In Istanbul, wo seit Jahrhunderten die Kulturen des Okzident und des Orients
zusammentreffen, leben die fünf Musiker von " Light in Babylon "
www.lightinbabylon.com
. Hier findet die Gruppe die Stimmungen,
Klanguniversen und Energien, mit denen sie eine stilistisch schwer einzuordnende,
dafür aber umso stimmigere, berauschende Atmosphäre aufbaut. " Light in Babylon "
schaffen es immer wieder sich auf ihrer Reise ungeahnten Horizonten zu nähern.
Diese führt von den Bergen des Balkans zur Mittelmeerküste und ist erfüllt von
türkischen Rhythmen, genauso wie von iranischen Musiktraditionen bis hin zu den
aktuellen Dancefloors Tel Avivs. In ihrer derzeitigen Wahlheimat Istanbul haben
sie 2010 angefangen Musik zu machen. Bereits im Mai nahmen sie ihr erstes
Demoalbum auf, sinnigerweise mit dem Namen: Istanbul.
Kurz darauf spielten sie schon auf mehreren europäischen Sommerfestivals.
Mit der Zeit wuchs ihr Publikum in Europa, in der Türkei und im Mittleren Osten.
Jetzt endlich auch auf Tour im Ruhrgebiet. Auftakt bei uns.
Konzert in Kooperation mit der VHS Gelsenkirchen
Do. 20. Nov. 19:00

 


 

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ZEITZEUG-FESTIVAL:
Theater, Performance, Installation Dysfunktion!
www.zeitzeug.net

Fr. 14. - Sa. 15. Nov.

 


 

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DAS GROSSE DING
Opto-akustisches In-Vivo-Experiment zur Infektiösität des epidemischen R5 TIS
(" Transmediales Infiltrations Syndrom " auslösendes " R5 ")
Finissage der Virenforschungsschau von Susanne Ristow mit 10 Viralinstrumentalisten
des MusikerInnen-Biotops "DAS GROSSE DING"
http://netzwerk-x.org/portfolio/das-grosse-ding/

Do. 13. Nov. 20:00

 


 


 

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INFECTIOUS BASTERDS
Ristow/Bochynek Corporation.
Ein bildnerisches System mit infektiösen Exkursen auf Venyl
Artistische Forschungsergebnisse aus dem virologischen Labor
von Susanne Ristow
(31.10-13.11)
Seit im Jahr 2009 die erste Massenhysterie wegen der sogenannten
"Schweinegrippe" dazu führte, dass im deutschen Fernsehen
ausgezeichnete Virusanimationen liefen, ist Ristow von Virusbildern
fasziniert. Ihre Viren nach den Vorbildern der Firma "Duchamp Models"
befallen das Kabukikostüm von Liz Taylor, die Künstlerin selbst oder
ahnungslose chinesische Passantinnen in Neapel und mutieren dabei auch
noch zu schwebenden Lendentüchern, einem besonders gefährlichen und quasi
unerforschtem Phänomen. Zur Vernissage hält Susanne eine ihrer ansteckend
erhellenden Lecture-Performances. Anschliessend führt Martin Bochynek die
Suche nach kleinsten Einheiten von Bild und Ton auf Venyl fort. Vernissage
mit Susanne Ristow www.susanneristow.com und dem Düsseldorfer DJ
Ex-Galeristen und Kunstkritiker Martin Bochynek
http://magazin.capribatterie.com/author/Caprimagazin/
Fr. 31. Okt. 20.00

 


 


 

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HEIDE RIECK UND ANJA LIEDKE
Lesung der beiden Bochumer Autorinnen mit
musikalischer Begleitung in der Fotoausstellung
von Jarek Łukaszewicz

Finissage der Ausstellung von Jarek Łukaszewicz
Di. 28.Okt. 19.30

 

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KLEZMOKUM
zeitgenössische, urbane Weltmusik aus Amsterdam
mit Einflüssen aus Klezmer, Saphardic, Balkan Folk
und Jazz (http://www.klezmokum.com/) in der Fotoausstellung
von Jarek Łukaszewicz

So. 26. Okt. 19:30

 


 

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FRAUEN IN DER STADT
Gastspiel des ZEITMAULtheater

(mit Maria Wolf, Text und Inszenierung: Witek Danielzok)
in der Ausstellung von Jarek Łukaszewicz
Fr. 24. Okt. 19:30

 


 

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STREIT/KULTUR – BOCHUMER KULTURGESPRÄCHE.
Von Bojen und Leuchttürmen
Auftaktforum der Bochumer Initiative Streit/Kultur
( http://facebook.com/streitkulturbochum ) Die freie Kultur
wächst und ankert in unbekannten Quartieren. Symphoniker,
Kunstmuseum und Schauspielhaus stehen fest gemauert. Alle
seien ein wichtiger Bestandteil der Stadt und ihrer Entwicklung,
heißt es. Aber der Stolz der Stadt ist Stürmen ausgesetzt: Hier
fehlt das Geld, dort fehlt die Unterkunft. Und sehr oft fehlt das
Verständnis und die Verständigung. Zu Verständigung und Verständnis
will die Initiative Streit/Kultur in kultiviertem Streit beitragen.
Das erste Gespräch gilt dem Zusammenwirken von etablierter und freier
Kultur für die Entwicklung unserer Stadt. Wer setzt da eigentlich die
entscheidenden Zeichen im Ansturm der Interessen, die über die Stadt
verteilten Bojen der freien Kultur oder die zentralen Leuchttürme der
städtischen Institutionen?
Mi. 22.Okt. 19:00

 


 

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STREIT/KULTUR – BOCHUMER KULTURGESPRÄCHE.
Von Bojen und Leuchttürmen Rundgang durchs Viertel
mit Dorothee Schäfer (FKT), Barbara Jessel (Kulturpolitische Sprecherin
Bochumer Ratsfraktion Die Grünen), Hans Hanke (Kulturpolitischer Sprecher,
Bochumer Ratsfraktion SPD) und Georg Mallitz (Rottstr5 Kunsthallen)
Mi. 22. Okt. 18:00 (ab Kunsthallen)

 

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TRIANGLE. BERLIN / LODZ / TEL AVIV. DREI SEITEN EINES KLANGS
Fotoausstellung von Jarek Łukaszewicz in Kooperation mit OSTWEST
Verein für kulturellen Transfer e.V., Bochum

Der polnische Künstler Jarek Łukaszewicz zeigt 60 s/w Fotografien von
Alltagsszenen aus Berlin, Lodz und Tel Aviv . Brötchen kaufen, Zeitung
lesen, mit dem Nachbarn sprechen... - es ist verblüffend wie universell
uns diese Situationen erscheinen, gleichzeitig schwingt gerade in den
Selbstverständlichkeiten des Alltags an den jeweiligen Orten etwas mit,
das anderenorts fremd erscheint und offenbar zu tun hat mit dem urbanen
Habitus der jeweiligen Städte. So führt uns die Ausstellung zu der Frage
nach den Eigen- und Fremdartigkeiten einer mitteleuropäischen Alltagskultur
und ihren polnischen, deutschen und jüdischen Wurzeln.
Vernissage (Künstler wird anwesend sein)
Sa. 18. Okt. 19:30

 


 

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TRANSFER SZTUKI
Arbeiten der polnischen Künstler Albert Oszek und
Jerzy Truszkowski (Max Hexer) in Kooperation mit FKT

Ein internationales Austausch- und Kooperationsprojekt
auf gemeinsame Initiative der Stiftung Galerie Hyperion
in Kattowitz, Freies Kunst Territorium in Bochum,
der Galerie Ars Nova in Lodz sowie der polnischen
Künstler*innenberufsverbände in Warschau und Kattowitz
Finissage
Do. 16. Okt. 20:00

 


 

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HOTEL EDEN
Multimedia-Performance mit Jan Klare - Saxophon,
Nicola Hein - Gitarre, Stale Liavik Solberg - Schlagzeug
und N. N. in der Ausstellung TRANSFER SZTUKI.

Die Musiker aus Münster/Köln/ Oslo improvisieren zu
den Arbeiten von Albert Oszek und Jerzy Truszkowski.
Neben der Lust an der freien Improvisation ist die
Erweiterung traditioneller Spieltechniken – sowohl
mit als auch ohne Präparationen – gemeinsame Basis,
mit der die Musiker dichte, aber immer bewegliche
Klang bilder kreieren, in deren Verlauf auch Stille
einen bedeutenden Platz einnimmt. Die Besetzung
heterogener Instrumente – Blaß-, Perkussions- und
Zupfinstrumente – sorgt für enorme klangliche
Möglichkeiten; dennoch wird teilweise nicht
auszumachen, welches Instrument oder welche
Malerei Quelle des gehörten Klanges ist.
Sa. 11. Okt. 20:00

 


 

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TRANSFER SZTUKI
Arbeiten der polnischen Künstler Albert Oszek (Warschau)
und Jerzy Truszkowski aka Max Hexer (Lodz) in Kooperation mit FKT
Ein internationales Austausch- und Kooperationsprojekt auf gemeinsame
Initiative der Stiftung Galerie Hyperion in Kattowitz, Freies Kunst Territorium
in Bochum, der Galerie Ars Nova in Lodz sowie der polnischen Künstler*innenberufsverbände
in Warschau und Kattowitz.

 

Vernissage 2. Teil (Künstler sind anwesend) und Konzert mit "NAO Sternenhoch"
(Max Hexer, Gesang, Bass / Marek Gwizda, Schlagzeug/Irek Puchacz, Gitarre)

Do. 02. Okt. 20:00

 


 


 

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VON DETROIT LERNEN!
Präsentation und Diskussion des gerade veröffentlichten
Manifestes des Netzwerk "Recht auf Stadt - Ruhr"

Im Anschluss an die weltweite „Recht auf Stadt"-Bewegung
fordert das Netzwerk heraus zu einer ruhrgebietsspezifischen
Debatte über den Umgang mit Armut, Schrumpfung und Leerständen.
In einer Reihe von Diskussionsveranstaltungen im ganzen
Ruhrgebiet stellt „Recht auf Stadt – Ruhr" die Streitschrift
und den dazugehörigen Essay „Realize Ruhrgebiet" vor.
Das Manifest und weitere Infos zum Netzwerk
„Recht auf Stadt – Ruhr" unter: www.rechtaufstadtruhr.de
Mi. 01. Okt. 19:30

 


 

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HOTEL EDEN: Bass-Gaben
Multimedia-Performance mit den Kontrabassisten Sebastian Gramms (K),
Stefan Schönegg (K) und Tetsu Saitoh (Tokyo),
dem Butoh-Tänzer Harald Schulte (MH) und N. N.
im leeren Raum

Drei Kontrabass-Virtuosen und ein Butoh Tänzer
entfalten das Ma der tiefen Klänge
Do. 25. Sep. 20:00

 

In Kooperation mit
und

 


 


 

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FORMAT:DIALOG »Verhandeln«,
Kostenlose Beratungsveranstaltung des

Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes
zur Wichtigkeit von Verhandlungen im Geschäftsalltag von
Kreativ- und Kulturschaffenden

Do. 18. Sep. 19:00 (Anmeldung erforderlich unter: nrw@rkw-kreativ.de)

 

Kultur- und Kreativunternehmen mangelt es nicht an innovativen und kreativen Ideen,
doch beim Verhandeln der Leistung wird es vielfach knifflig. Sich für die eigenen
Belange einsetzen und gleichzeitig zu einer gemeinsamen Lösung mit Kunden und
Partnern gelangen – wie geht das? Diese und ähnliche Fragen stehen im Mittelpunkt
der Veranstaltung FORMAT:DIALOG zum Thema »Verhandeln«, zu der das
Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes in die KUNSTHALLEN einlädt.

 

 

In einem Impulsvortrag gibt Torsten Rommel - Geschäftsfüher der 2012 mit
dem Branchenpreis »Kultur und Kreativpiloten Deutschland « ausgezeichneten
Netzwerkagentur galerie module GbR - einen Überblick auf das Thema. Eine von
Oliver Wittmann vom Regionalbüro NRW moderierte, anschliessende Diskussion
und Erfahrungsaustausch vertiefen das Thema.

 

 

Mit der Veranstaltungseihe FORMAT:DIALOG gibt das Kompetenzzentrum Kultur-
und Kreativwirtschaft des Bundes Anlass und Raum zum Austausch für Kultur-
und Kreativakteure in den Regionen. Angeregt durch den Input wechselnder Experten,
steht insbesondere der themenbezogene Erfahrungsaustausch und die Vernetzung mit
anderen kreativen Köpfen im Fokus der deutschlandweite zu unterschiedlichen Themen
durchgeführten Veranstaltungsreihe.

 

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HOTEL EDEN: na quebrada
Das Brasilianische Trio Tiãoduá
zusammen mit der Tänzerin Luisa Saraive
und dem Schauspieler Paulo Queiroz

setzen aus musikalischen, tänzerischen und
schauspielerischen Versatzstücken ein Kaleidoskop
Brasilianischer Kultur zusammen, die wir feiern wollen
Konzert & Performance
Di. 26. Aug. 20:00

 

Tiãoduá is a Brazilian music trio formed by three young prominent musicians from
Minas Gerais\' scene. Inspired by the versatility and richness of Brazilian
popular music, their concerts present mainly original compositions with some
reinterpretations of classic Brazilian songs of the 60s and 70s, presenting a
dancing show with a lot of strength and swing. Formed in 2011 by Gustavito Amaral,
Luiz Gabriel Lopes and Juninho Ibituruna, the trio, who initially presented in bars
and underground parties in Belo Horizonte, they soon crossed the ocean and hit the
road, traveling through several countries in Europe on an extensive tour. The album
\"Tião Experiença\" is the first release of the trio and brings together ten songs
written during the tour they did in Europe in 2011, when they crossed Portugal, Holland,
Germany, Spain and England performing more than 30 concerts. In 2012 the trio returned
to Europe for another tour, and new songs emerged, inspired by the experiences of the road.
Always based on powerful grooves, they sing their stories mainly in Portuguese, sometimes
Spanish and English, possibly even in Romanian or Lithuanian. They are native culture devouring,
hungry music cannibals. TiãoDuá\'s music is the genuine expression of complete freedom of
creation, half-hippie half-punk style, having its feet firmly planted on the beat of Brazilian
samba and funk, arms on rock and hip-hop and head sunk deep into the psychedelia in
progressive rock and free jazz. To download the free album \"Experiênça\", the TiãoDuá
visit: www.flavors.me / tiaodua http://www.facebook.com/tiaodua

 

In Kooperation mit
und

 


 

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ROBINSON LOHKENN RAMOND KUGEL
Contemporary Creative Jazz:
Perry Robinson - Klarinette,
Moo Lohkenn - Gesang,
Christian Ramond - Kontrabass,
Klaus Kugel - Schlagzeug, Percussion

Mo. 21.Jul. 20:00

 

ROBINSON-LOHKENN-RAMOND-KUGEL ist ein Quartett der internationalen
Spitzenklasse. Mit ihrer außergewöhnlichen Instrumentierung erschaffen
die vier MusikerInnen weiträumige Kompositionen, imaginäre kammermusikalische
Atmosphären und kraftvolle, archaische Klangstrukturen - eine
neuartig-zeitgenössische Musik von transzendentaler Schönheit.

 

Perry Robinson verbindet in seinem Spiel Elemente der abstrakten Improvisation
und der Jazztradition mit dem Klezmer und Volksliedhaften. Die New York Times nennt
den 75 Jahre alten Perry Robinson den begnadetsten Klarinettisten im Modern Jazz.
Seine Arbeit mit Dave Brubeck (1971-74) dem Charlie Haden Liberation Orchestra machten
ihn zu einem weltbekannten Klarinettisten. Er wurde vom International Jazz Critics Poll
des US-amerikanischen Musikmagazins DOWNBEAT von 1967-84 als Klarinettist acht Mal
auf Platz 1 gesetzt. 2009 fand in New York mit ihm als Solisten die Weltpremiere
von Gary M. Schneider's "Jazz Clarinet Concerto" mit dem "Hoboken Chamber Orchestra"
unter der Leitung von Gary M. Schneider statt.
http://en.wikipedia.org/wiki/Perry_Robinson

 

Moo Lohkenn ist eine zeitgenössische (Jazz-) Sängerin und Stimmkünstlerin, die virtuos
und äusserst wandlungsfähig vielerlei Gesangsarten miteinander verschmelzen lässt.
Das New Yorker Cadence-Magazine schreibt:"…eine sinnliche, einhüllende Stimme, die
gleichzeitig überfallartig wie eine mächtige Waffe agieren kann, manchmal klingt sie,
als würde sie in einen Trance-Zustand hinübergehen - ein Zauber von mächtiger Kraft."
Moo Lohkenn arbeitet(e) u.a. mit Leonard Jones, Lou Grassi, Cooper-Moore, Alan Silva,
Thomas Bormann, Willie Kellers und spielte Konzerte deutschlandweit, in einigen europäischen
Ländern und den USA, u.a. Vision Festival New York, Jazz Festival Moers, Philharmonie Köln,
WDR-Mitternachtsspitzen.
http://www.moolohkenn.de

 

Christian Ramond studierte von 1983 bis 1987 an der Musikhochschule Köln und erhielt danach
ein Stipendium der Akademie of Fine Arts in Banff (Kanada). Ramond ist ein vielseitig versierter
und gefragter Bassist, der mit vielen renommierten Musikern gearbeitet hat, so z. B. Kenny Wheeler,
Tomasz Stanko, Albert Mangelsdorff, Joe Pass oder Philip Catherine. Er spielt in stilistisch so
unterschiedlichen Musikgruppen wie dem Wolfgang-Engstfeld/Peter-Weiss-Quartett, dem
Theo Jörgensmann Quartet (Snijbloemen, 1999), dem Michel-Pilz-Trio, dem Trio DRA, dem
Michael-Heupel-Quartett, dem Allan-Praskin Wolfgang Köhler-Quartet oder dem Henning-Berg-Quartett.
Er war bisher in mehr als 20 Ländern auf Tournee, unter anderem Neuseeland, Kanada, Sudan, Ägypten und Japan.
http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Ramond

 

"Klaus Kugel ist ein so leichthändig einfühlsamer Schlagzeuger, wie man es sich in einem solchen
Solistenensemble nur wünschen kann." (Frankfurter Rundschau) Klaus Kugel, der sein Drumset um eine
Vielzahl von filigranen Klang- und Perkussionsvarianten erweitert, ist einer der einfallsreichsten
deutschen Schlagzeuger. Er machte globusweit durch Projekte mit Petras Vysniauskas, Karl Berger,
Tomasz Stanko, Charlie Mariano, Kenny Wheeler, Vyacheslav Ganelin, Bobo Stenson, Glen Moore,
Perry Robinson, Mars Williams, Charles Gayle, Bobby Few u.v.a. von sich reden und gab in den
letzten 25 Jahren zahlreiche Konzerte auf Festivals in ganz Europa, Baltikum, Kanada, USA, Syrien,
Japan, Mexico, Russland, Ukraine und China.
http://www.KlausKugel.com

 


 

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AND ON...
Eine Tanz-Performance-Serie von
kainkollektiv und Gudrun Lange
Gastspiel und Release der ersten Ausgabe des kainheftes
Fr. 18.Jul. 20:00 bis mindestens Mitternacht

 

"We would prefer not to…" - wir würden vorziehen, es nicht zu tun,
nichts zu tun. Der Fluchtpunkt der Schöpfungsgeschichte ist die Er-Schöpfung,
der siebte Tag. An ihm ruht die Frage: Was tun? Man müsste sie heute umkehren:
Was nicht tun? "Erschöpft sein heißt viel mehr als ermüdet sein. Es macht ein Ende
mit dem Möglichen, über alle Müdigkeit hinaus, 'um abermals zu enden'." (Gilles Deleuze)
Die endgültige Frage ist: Wie kann eine Welt der NACH-menschlichen Schöpfung aussehen?
Eine Welt, die den Menschen erschöpft, und dadurch in der Ruhe und Untätigkeit des Siebten
Tages ein Rauschen der Stille erzeugt, in der das menschliche Treiben ein Ende hat.
An diesem Punkt der COLLECTIVE FATIGUE beginnt der zweite Teil der Tanz-Performance-Serie
von kainkollektiv und Gudrun Lange. Nachdem der erste Teil "Skinology" in einem weißen Raum
endete – in dem halbnackte Körper inmitten ihrer Ausscheidungen liegen, wird der Ort von "And on …"
das dunkle Loch der Müdigkeit – Ein Bau der ermüdeten, faulenzenden Tiere, ein fremder Zustand,
ausgestattet mit jener letzten (Un)Möglichkeit "es nicht zu tun, nichts zu tun, nicht in Erscheinung
treten zu müssen".

 

Konzept, Inszenierung kainkollektiv (Lettow/Schmuck) & Gudrun Lange Kostüm Emese Bodolay´,
Videoinstallation Jan Ehlen, Produktionsleitung Kirsten Möller, Anne Kleiner, Jana Marscheider
Regieassistenz Manuel Zauner Mit Antoine Effroy, Jan Ehlen, Bianca Künzel, Rasmus Nordholt, Charlotte
Pfeifer, Michael Taylor Premiere war am 13.-14.10.2012, Ringlokschuppen Mülheim. Eine Produktion
von kainkollektiv und Gudrun Lange. In Koproduktion mit dem Ringlokschuppen Mülheim, dem Forum Freies
Theater Düsseldorf und dem Pumpenhaus Münster. Gefördert durch die Kunststiftung NRW, den Fonds
Darstellender Künste und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des
Landes Nordrhein-Westfalen, Bezirksregierung Düsseldorf, Bezirksregierung Arnsberg.

 

 

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IMAGINE! CATASTROPHE - IMAGINE! PARADISE
12h Performance / Installation des 3. Jahrgang
des Masters Szenische Forschung (Ruhr Universität Bochum)
Fr. 11.Jul. 20:00 - Sa. 12.Jul. 8:00

 

Im vergangenen Semester haben 10 Studierende mit der Künstlerin
Claudia Bosse (theaterkombinat wien) performative Praxen erprobt.
Daraus ist ein zeitdehnendes, szenisches Experiment entstanden,
das sich mit den kulturellen Vorstellungsräumen von Paradies und
Katastrophe auseinander setzt.

 

 

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GUNTER HAMPEL GERMAN TRIO MAGIC TOUCH
Konzert und Tanzperformance: Gunter Hampel
Vibraphone & Bass Clarinet, Julius Gabriel
Saxophones, Karl Degenhardt - Drums,
Danilo Cardoso - Dance
Mo. 07.Jul. 20:00

 

Mit dem seit 1968 in New York lebenden Multiintrumentalisten
und Composer Gunter Hampel, kommt einer der weltweit renommiertesten
deutschen Vertreter des modernen Jazz ins Viertel. Im Trialog mit den
beiden musikalischen Ausnahmetalenten Julius Gabriel und Karl Degenhardt
und dem Brasilianischen Tänzer Danilo Cardoso entwickelt sich aus einem
mehrdimensionalen Impuls- und Resonanzspiel durch die hingebungsvolle Kraft
kollektiver Improvisation ein Magical Touch, der auch das Publikum nicht
unberührt lassen wird.

 


Gunter Hampel - Wikipedia Artikel

 

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Hoffnungsfresser & Frösche
Malerei von Susanne Zagorni

12.6.2014 - 04.7.2014

 

Finissage
Do. 04.Jul. 20:00

 


 

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HOTEL EDEN: Hoffnungsfresser und Frösche aller Art
mit dem Gastkünstler Herve Perez aus Sheffield, dem Duo "Meso Jazz",
Gunter Hampels Saxophonisten Julius Gabriel sowie TänzerInnen des
Folkwang Studios, Essen in der Ausstellung Hoffnungsfresser & Frösche.
Malerei von Susanne Zagorni"
Mi. 25.Jun. 20:00

 

In Kooperation mit
und

 


 

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Weltenwandeleien: Frösche zu Laufenten
Wir und die Laufenten

Das neue Kinder-& Jugendtheaterstück
von Boris Mercelot in der Ausstellung "Hoffnungsfresser & Frösche.
Malerei von Susanne Zagorni" mit Uli Frank, Emilia Hagelganz
und Sara Hasenbrink
So. 15.Jun. 16:00

 

Fotos: © Damian Gorczany

 

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Weltenwandeleien: Frösche zu Laufenten
Wir und die Laufenten

Das neue Kinder-& Jugendtheaterstück von Boris Mercelot
in der Ausstellung "Hoffnungsfresser & Frösche. Malerei
von Susanne Zagorni mitUli Frank, Emilia Hagelganz und
Sara Hasenbrink
So. 15.Jun. 11:00

 

Fotos: © Damian Gorczany

 

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Weltenwandeleien: Frösche zu Laufenten Wir und die Laufenten
Welturaufführung des neuen Kinder-& Jugendtheaterstücks von Boris Mercelot
in der Ausstellung Hoffnungsfresser & Frösche. Malerei von Susanne Zagorni
mit Emilia Hagelganz, Sara Hasenbrink und Uli Frank
Fr. 13.Jun. 20:00

 

Fotos: © Damian Gorczany

 

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Klänge eines Biotops
(Musik für Frösche)
Das mehr als 10köpfige Jazz-Kollektiv Das grosse Ding
improvisiert live zu den Bildern von Susanne Zagorni
Do. 12.Jun. 20:00

 

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Hoffnungsfresser & Frösche
Malerei von Susanne Zagorni

12.6.2014 - 04.7.2014

 

Hoffnungsfresser und Frösche gehören zum Personal der eigenartigen Bildwelt
der Gelsenkirchener Malerin Susanne Zagorni, deren Arbeiten wie existenzielle
Bühnen funktionieren, die auf handwerklich herausragende Weise Bilderrätsel
aufgeben, von denen wir ahnen, dass sie auch mit unserem eigenen Inneren zu
tun haben und die gleichzeitig einen Zeitgeist transportieren, den wir auf
gewohnt transmediale Weise zu vergegenwärtigen versuchen.

 

Vernissage
Do. 12.Jun. 19:00

 

 

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WERKSTATTAUSSTELLUNG
Uwe Siemens

27.5.2014 - 6.6.2014

 

Finissage
Fr. 6.Mai. 20:00

 

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HOTEL EDEN
Treibhäuser & Epiphanien
Multimediaperformance

mit Uwe Siemens (Treibhausglas-Action-Painting u. Installation),
Simon Cammatta (Perc.), Julius Gabriel (Sax.) Jbid Hatschaduryan (Tanz, Folkwang Studio Essen),
Julian Stierle (Tanz, Folkwang Studio Essen), Marvi Garcia (Perf., Beton Box, Düsseldorf),
Xue Li (Perf, Tianjin Akademie, China) in Kooperation mit dem Jazzwerk Ruhr,
der Tianjin Akademie, China und dem Kulturbüro Bochum
Di. 27.Mai. 20:00

 

In Kooperation mit
und

 


 

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WERKSTATTAUSSTELLUNG
Uwe Siemens

27.5.2014 - 6.6.2014

 

Vernissage
Di. 27.Mai. 19:00

 

 

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MAMMALIAN DIVING REFLEX (CA)
Nightwalks: FIDENA2014

Fr. 23.Mai 19:00

 

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MAMMALIAN DIVING REFLEX (CA)
Nightwalks: FIDENA2014

Do. 22.Mai. 19:00

 

MAMMALIAN DIVING REFLEX (CA)
ist der angeborene Reflex aller Säugetiere sich in Wasser
frei bewegen zu können. Die von der FIDENA eingeladene
kanadische Künstlergruppe bezieht diesen Reflex auf die
Theaterarbeit mit Jugendlichen.

 

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WERKSTATTAUSSTELLUNG
Dorothee Schäfer

6.5.2014 - 13.5.2014

 

Vernissage
Di. 06.Mai. 20:00

 

 

 

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BODY MATTERS
Positionen der Klasse Wilhelm Mundt, HfBK Dresden

Führung durch die Ausstellung
So. 27.Apr. 16:00

 

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BODY MATTERS
Positionen der Klasse Wilhelm Mundt, HfBK Dresden

Kuratoren-Gespräch
Do. 24.Apr. 19:00

 

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HOTEL EDEN
Multimediaperformance mit Jazzern und TänzerInnen der
Folkwang Universität der Künste in der Ausstellung
"Body Matters" der Klasse Wilhelm Mundt, HfBK Dresden

Mi. 23.Apr. 20:00

 

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BODY MATTERS
Positionen der Klasse Wilhelm Mundt, HfBK Dresden

Kunst-Dating
Do. 17.Apr. 19:00

 

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BODY MATTERS
Positionen der Klasse Wilhelm Mundt, HfBK Dresden (11.4.-2.5.)
Ausstellungseröffnung
Fr. 11.Apr. 20:00

 

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BODY MATTERS
Positionen der Klasse Wilhelm Mundt,
HfBK Dresden
Führung durch die Ausstellung
So. 13.Apr. 16:00

 

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BODY MATTERS: Ausstellungspreview mit 14 Positionen
der Klasse Wilhelm Mundt, HfBK Dresden und LiveJazz
mit dem australischen Tim O'Dwyer Trio & BLEMISHES aus Köln
Do. 10. Apr. 19:00

 

BODY MATTERS zeigt Arbeiten von 14 jungen KünstlerInnen
aus der Bildhauerklasse Wilhelm Mundt an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.
Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Kunstgeschichtlichen
Instituts der Ruhr-Uni­versität Bochum und der Hochschule für Bildende Künste Dresden
mit dem C 60 Collaboratorium, Bochum, und den Rottstr5 KUNSTHALLEN, Bochum.
Studierende und AbsolventInnen der Bildhauerklasse von Prof. Wilhelm Mundt
stellen Arbeiten im Sinne eines Experimentallabors vor. Das Konzept der Ausstellung wurde
im Rahmen des Seminars für kuratorische Praxis von Dr. Dorothee Böhm am
Kunstgeschichtlichen Institut der Ruhr-Uni­versität Bochum entwickelt.
Im Fokus zahlreicher Arbeiten steht der menschliche Körper,
der auf seine Ab­grenzung durch Haut oder Kleidung, biologische Determination
und soziale Normierung oder die Grenzen seiner Belastbarkeit hin befragt wird.

 

Tim O'Dwyer Trio – Australischer FusionJazz
Tim O'Dwyer – as., bar.sax, comp., Clayton Thomas - bass, Darren Moore - drums.
Das Trio kombiniert das intensive Zwischenspiel des FreeJazz mit der durchdringenden
Schwere des Rock und der Komplexität moderner Komposition. Dabei entsteht eine Musik von
visceraler Körperlichkeit und metamorphisierender Dynamik. Der Australier Timothy O'Dwyer
ist Komponist, Saxophonist, promovierter Musikwissenschaftler und derzeitiger Leiter
des Instituts für Zeitgenössische Musik am LASALLE College of the Arts in Singapur.
Mit seinem Background in Punk-Jazz und freier Improvisation überschreitet Timothy O'Dwyer
in seinen Kompositionen beständig Stilgrenzen, Techniken sowie Kontexte und schlägt
so eine Brücke zwischen verschiedenen Kulturen, Kunstformen und Aufführungspraxen.
Neben vielen Gastspielen in aller Welt hat er bereits acht CD's mit eigenen Kompositionen
veröffentlicht, die von der Kritik gefeiert werden. Er ist Mitglied des australischen
Elision Ensembles für Neue Musik und von August 2013 bis August 2014 Stipendiat
der Akademie der Künste der Welt in Köln.

 

 

BLEMISHES - Contemporary Free Improv
Julius Gabriel – ts., Nicola Hein – guit., Constantin Herzog – bass, Niklas Wandt – drums,
perc. Das Quartett mit Musikern aus Köln und Essen findet zwischen mikroskopisch-fein
ausgeloteten Timbres und fragmentierten Texturen auf der einen und energetischen, rohen Eruptionen
am anderen Ende der Lautstärkeskala seinen widerspenstigen Sound. Unter dem Titel "Libido" 
haben die Musiker diese spannungsvolle Musik auch im Studio dokumentiert.

 

 

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Concert / Kunst – KunsthalleN - Das grosse Ding
Liveperformance mit 13 JazzerInnen zusammen mit dem
Kölner VJ "Pathfinder"
Do. 03. Apr. 20:00

 

Das grosse Ding
(derzeit): Ryan Carniaux – trumpet, Florian Walter – reeds,
Leonhard Huhn – reeds, Julius Gabriel – reeds, Martin Verborg – violin,
Elisabeth Fügemann – cello, Nathan Bontrager – cello, Alex Morsey – bass,
Achim Kämper – electronics, Nicola Hein – guitar, Philip Zoubek – piano,
Fabian Jung – percussion, Simon Camatta - drums
 

 

"Das große Ding" ist kein klassisches Musiker-Kollektiv, da es sich in der
Gesamtkonstellation nicht festlegen lässt auf eine wie auch immer geartete Menge X
von Beteiligten. Es ist als tendenziell amorphe Gruppe, von gemeinsamer Idiomatik
einer gewissen Fluktuation unterworfen, die keineswegs intentional gelenkt vonstatten geht,
sondern aus dem selbsterzeugten künstlerischen Biotop, in dem sich das große Ding bewegt,
hervorgeht. So integriert es permanent neu hinzukommende Musiker und resorbiert Experimentierfelder
ausgelagerter Subgruppen. Zentrales Moment dabei ist die unentwegte Suche nach neuen Wegen
musikalischen Ausdrucks, Konzepten der Raum- und Zeitgestaltung, sozialen und künstlerischen
Interaktionsformen innerhalb und außerhalb der Gruppe. Der Umstand, dass dem großen Ding
verschiedene Duos bis Quartette zugrunde liegen, eröffnet eine Vielzahl optionaler Handlungsräume,
die zwar das klangliche Resultat bedingen, aber nie zum Selbstzweck verkommen.
"Das grosse Ding" wird alle 2 Monate an jazzdisaströsen Donnerstagen in den KunsthalleN
proben und anschliesend ein Konzert spielen.

 

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THEATER: Welt des Schattenkiosk.
Ein post-apokalyptischer Heimatabend mit Klaus Steffen
als letztem Emschamanen Norbert Eliah Schwarzenbeck.
Mi. 18. Dez. 19:30

 

Der einzige Ort zwischen E(mscherdelta) und U, an dem man noch Wesen begegnen kann,
ist der "Schattenkiosk" - Umschlagsplatz von Behauptungen, Spekulationen, Fleischabfällen
und Heilslehren. Folgen Sie Norbert Eliah Schwarzenbeck, dem letzten Emschamanen, an dessen
Trinkhalle sich lebensüberdrüssige aus den Reststädten zu Guided Tours in die staubige
Geisterwelt verabreden.

 

 

 

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Finissage " Im Ring. Bildaufenthalte".
Neue Arbeiten von Urszula Szczygiel mit Musik von Erhard Strauß - Keys,
Marcel Hiltrop - Guitar&Bass, Stefan Mühlenkamp - Drums
Sa . 14. Dez. 19:30

 

 

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Vernissage " Im Ring. Bildaufenthalte". Neue Arbeiten von Urszula Szczygiel (04.12. -14.12.)
mit Musik von Ernie Griffin - Piano, Marc Leymann -Saxofon, Henrik HeartBASS - E- Bass
Mi . 04. Dez. 19:30

 

Der Aufenthalt der stilisierten Figuren in Urszula Szczygiels Malerei ist begrenzt
durch eine Wechselwirkung zwischen aureolischer Farbdiffusion und definitorischer Farbperspektive.
Im Aufeinandertreffen dieser sehr unterschiedlichen Energiezustände krümmt sich der Bildraum,
fächert sich unter Verschiebung seiner Proportionen auf und ruft einen Versatz in der Wahrnehmung
des Betrachters hervor, an dessen Grenzfläche Szczygiels Figuren für einen kurzen Augenblick
ihr Stellvertretersein im Ring aufgeben und ihren Bildaufenthalt mit dem des Betrachters tauschen.

 

 

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Roxxy Chaos & der Angsthase : Lipstick Traces On A Cigarette:
ein semiometrisches environment zur kunsterzwingung

Sa. 30.Nov. 20:00 & So . 01. Dez. 20:00

 

Rosh Zeeba & Joscha Hendricksende, die neuerdings unter dem Label "RoxXy Chaos & der Angsthase"
firmieren, folgen den ephemeren Spuren von Avantgarden, Outsidern und sonstigen systemischen Ketzereien.
Inhaltlicher Ausgangspunkt ist dabei der Alltag und die mystifikatorische Glanzleistung, die hinter
der Konstruktion eines solchen Allerweltsdaseins vergraben liegt. Daraus resultiert eine szenische
Installation mit LiveArt, die sich "semiometrisches Environment zur Kunsterzwingung" nennt,
die aber eigentlich eine humoreske Extravaganza ist.

 

www.roxxychaosundderangsthase.de

 

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teatr liaison à faire zeigt: Rotkäppchen träumt:
Objekttheaterperformance von und mit Lena Tempich

Sa . 23. Nov. 19:30h & So . 24. Nov . 18:00h

 

Das Licht fällt in der Nacht durch Muster überlieferter Stoffe.
Spiel und Wirklichkeit gehen tödliche Verbindungen ein...
wenn es sich verbeißt in Blumenspitzen...Rotkäppchen träumt ist ein Objekttheaterstück,
dass sich als work in process versteht und offen bleibt für neue Traumelemente,
verzerrte Stimmungen, verkleinerte Räume.

 

 

 

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Now T_here
Eine Performance zur gegenwärtigen Situation in Syrien

 

Nach aktuellen Erzählungen Syrischer AutorInnen sowie Gesprächen
& Interviews mit noch in ihrem Land und im Exil lebenden SyrerInnen
sowie in Reflexion aktueller politischer und medialer Diskurse (Westblick)

 

Von Ettijahat (Damaskus) & kitev (OB) in Kooperation mit Theater Arbeit Duisburg.

 

MI 20. + DO 21. Nov., jeweils 19.30 h in Halle 1

 

 

 

 

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Im Rahmen der Stadtverdrehungskampagne "Inverscity" des Netzwerk X,
(dessen Gründungsmitglied die KUNSTHALLEN sind), findet am kommenden
Sonntag, 10.11. 2013, 19:00 Uhr eine weitere Veranstaltung unserer neuen Reihe "HOTEL EDEN" statt.

 

"HOTEL EDEN" ist die Forschungsplattform unseres Instituts für Bildnerische Prozesse,
Experimentelle Musik und Performative Philosophie.

 

Einmal im Monat werden Künstler*innen unterschiedlicher Sparten eingeladen,
zu bestimmten Themen medial über sich hinauszuwachsen und auf diese Weise
intermediale Handlungsräume zu öffnen, die als Potentiale urbanen Wandels
verstanden werden können i..S. einer urban factory, in der an künstlerischen
Strategien gearbeitet wird zur Vergegenwärtigung von Stadt.

 

Dieses Mal geht es mit Konrad Bayer um einen der grossen Sprach- und
Inversionskünstler des 20. Jahrhunderts.
Bayers Texte revoltieren nicht gegen bestimmte Sinnsysteme,
sondern gegen das, was diese als Fundament ihrer Überbauten unbehelligt lassen:
nämlich den Wirklichkeitsansppruch einer abbildenden Sprache, deren Konvention
die Willkür ihrer Abbildlichkeit verdeckt. Bayers Verdrehungsversuche sind gegen
die Macht dieser Konvention gerichtet. Indem die Künstler*innen dieses Abends,
nach Bayers Vorbild, Konvention in Turbulenz verwandeln, wird der beherzte Besucher
Gelegenheit haben auf den Flugbahnen multimedialer Katapulte, an die fruchtbaren Ränder
der Steppe
zu gelangen, nämlich nach Eden, wie die Sumerer sagen.

 

HOTEL EDEN: wo gehen sie hin/gehen sie nicht weg/kommen sie herein.
Auf den Spuren von Konrad Bayer

 

Mitwirkende:
die Musikerinnen Anja Kreysing, Rachel Seifert und Christiane Conradt,
die Puppenspielerin Sara Hasenbrink
sowie der Bildhauer, Performer und Szenograph Erich Füllgrabe,
der auch die Rauminstallation für den Konrad Bayer-Abend von Theater Gegendruck geschaffen hat.
Mitglieder von Theater Gegendruck werden Texte von Konrad Bayer lesen;
Norbert Wehr, Herausgeber der Essener Literaturzeitschrift Schreibheft,
die im letzten Jahr Konrad Bayer einen Schwerpunkt widmete, wird im Gespräch
über das Zustandekommen dieser Ausgabe und seine Kontakte mit Freundinnen und Freunden
des Dichters sowie Zeitzeugen berichten.

 

Foto: Erich Füllgrabe

 

Wer Glück hat kommt!

 

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Eröffnungsrede zur Ausstellung "Kompostaat – Johannes Jensen",
Marktplatz Mönchengladbach-Rheydt, 3. – 7.9.2011

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

Vielleicht geht es Ihnen beim Anblick dieser Arbeit ähnlich wie mir.
Im ersten Moment weiß man nicht so genau, was man von davon halten soll.
Oder besser, wie man sich verhalten soll. Denn der Kompostaat von Johannes Jensen
verleitet einerseits zum Schmunzeln und macht neugierig, ihn zu erforschen oder
besser gesagt zu bereisen. Und andererseits weckt er vielleicht mit seiner Umzäunung,
dem Stacheldraht, den Schlagbäumen und den weiteren typisch wehrhaften Anlagen
einer Staatsgrenze unschöne Erinnerungen an vergangene kalte Grenzen im eigenen Land?
Spüren Sie nicht auch so einen Hauch von Verunsicherung, zumal da von einer (angeblichen)
Rakete innerhalb des Caravans gemunkelt wird? Eine Verunsicherung, die im nahegelegenen
Krefeld vielleicht dazu geführt hat, die ursprünglich zugesagte Aufenthaltsgenehmigung
des Kompostaates recht kurzfristig zu widerrufen?

 

Nun, ein wenig ist das auch ein erklärtes Ziel von Johannes Jensen. Sein Kompostaat
will uns in seiner Mischung aus Witz und tiefer Hintergründigkeit ganz bewusst
auf eine emotionale Rutschbahn lenken. Eine Rutschbahn, von der man im ersten
Moment nicht so wirklich weiß, wohin sie führt. Da ist es gut, dass es in Mönchengladbach
Menschen gibt, die sich nach der Absage in Krefeld spontan für das Werk
von Johannes Jensen haben begeistern lassen und dem Kompostaat freudig in Ihrer
Stadt ein temporäres Domizil ermöglicht haben. Dem zollt Respekt, wusste man ja
auch hier nicht wirklich, was es mit der angeblichen Rakete auf sich hat. Kann man
Johannes Jensen, dem so unschuldig dreinblickenden Künstler aus Düsseldorf, diesbezüglich
denn tatsächlich trauen? So hat doch der Meisterschüler von Georg Herold
2008 an der Kunstakademie Düsseldorf unter dem Titel "Laboratorium" einen handelsüblichen
großen Müllcontainer auf Rollen zur mobilen Rohrbombenwerkstatt umfunktioniert!
Da saß der Kerl inmitten des Containers, umgeben von einer Holzvertäfelung,
Blümchentapete und Lammfell und suggeriert gemütliche Idylle, hat daneben
aber auch alle Zutaten für den Bau dieser Bomben dabei!! Na ja, fast alle! Denn zumindest
bislang ist nicht bekannt, dass er tatsächlich Bomben gebaut hat, wenngleich
angeblich Anfragen nach dem so schick getarnten "Laboratorium" aus krimineller
Richtung erfolgt sein sollen. Oder auch nicht.

 

Zumindest ist es schön, dass der Kompostaat nun hier in Mönchengladbach-Rheydt,
für eine Woche seinen Platz gefunden hat und damit zugleich das Projekt "Caravan
und Satellit" eröffnet wird. Und das, trotz der besagten Rakete! Und obwohl im Vorfeld
nicht klar war, in welche Richtung denn die Rakete nun zielt. Aufs Rheydter Rathaus?
Oder etwa nach Mönchengladbach? Allerdings ist eher zu vermuten, dass das
gute Stück nach Krefeld ausgerichtet ist. Doch das ist und bleibt auch nur eine nicht
gesicherte Hypothese.

 

Der Kompostaat von Johannes Jensen ist ein kleiner Staat für sich. Ein wirklich kleiner
Staat mit einer Fläche von rund 100qm, inmitten des florierenden Markt-Wirtschaft-
lichen Zentrums der Metropole Rheydt. Weitläufige Wälder flankieren das majestätische
Territorium des Zwergenstaates, über dessen Grenzen hinaus überdies
prachtvolle Architekturen das Auge erfreuen. Für sich betrachtet weist der Kompostaat
beinah alle Merkmale auf, die einen Staat ausmachen, und ihn vor allem auch
unterscheiden von den anderen Staaten. Da ist erst einmal die kolossale Grenzanlage
mit schwindelerregenden 40 m Gesamtlänge. Dazu kommt die übliche Beschilderung
"Sie verlassen die Bundesrepublik Deutschland" und "Herzlich Willkommen im
Kompostaat". Auf dem Boden vor dem Grenzhaus markiert eine von Länderkarten
bekannte Linie aus Strichen und Punkten den genauen Übergang zwischen den
Staaten. Zwei Schlagbäume heben sich nacheinander und gewähren Einlass, nicht
aber ohne vorherige Erledigung aller notwendigen Formalitäten. So ist Voraussetzung
für die Einreise die Staatsbürgerschaft auf Zeit, die vor Ort beim Grenzbeamten
beantragt werden kann. Ob ein polizeiliches Führungszeugnis, ein Impfpass, eine
Schufaunbedenklichkeitsbescheinigung und/oder andere wesentliche Dokumente
notwendig sind, ist dort überdies zu erfragen. Im Inneren des Grenzhauses verkörpern
Weltkarte, Schreibtisch, Stempelrondell, Stuhl, Schreibmaschine und Feldbett,
wie auch ein Bildnis des Staatsoberhauptes die üblichen Insignien von Beamtentum
und Autorität, unterstrichen noch durch ein griffbereites Gewehr. Denn der Kompostaat,
zumal er so klein ist, will gewappnet sein gegen eventuelle Annektionen von
außen und aber auch gegen immer denkbare Putschs aus den eigenen Reihen.
Also, Obacht beim Betreten des ansonsten so friedlichen Geländes.

 

Friedlich erscheint der überwiegend agrarwirtschaftlich ausgerichtete Staat ja in der
Tat. Nutz- und Kübelpflanzen, Wassertonnen, Stroh, Gießkannen, eine Schubkarre,
Gartengeräte, ein Kaninchenstall mit Kaninchen – das alles vermittelt den Eindruck
von Landidylle und – ein bisschen – sentimentaler Geborgenheit. Das kennt man ja,
dieses stille Bedürfnis nach dem Leben auf dem Lande. Haben wir nicht alle mehr
oder weniger diesen Impuls nach Ruhe, nach des "sich Abgrenzens", sei es in den
eigenen vier Wänden oder hinter großen Grundstückshecken und –mauern? Wie
sonst ließe sich der zunehmende Trend zum Kleingarten einerseits und der
Überwachungskameras andererseits erklären? Irgendwie ähnelt der Kompostaat in dieser
Hinsicht einem kleinen Schrebergarten, zeigt er doch sämtliche Attribute eines auf
Selbstversorgung hin ausgerichteten Unternehmens.

 

Natürlich fehlt auch nicht die dazugehörige gehisste Fahne am langen Mast. Mit dem
Symbolmix aus Berg und Hahn und gelbem Kreis und Sonne und Stern und Ähren
und Maschinengewehr vor rotem Grund erklärt sie sich eigentlich von selbst. Sie
spricht eine klare Sprache. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Mast in einem
Haufen von Kompost verankert ist, womit das Wort Kompostaat nun plötzlich
eine etwas andere Gewichtigkeit erfährt.

 

Und da ist sie wieder, die besagte Verunsicherung, von der anfangs die Rede war.
Darf man etwa doch lachen im Anblick dieses Environments, obwohl da ja immer
noch dieser Caravan mit der ominösen Rakete steht? Ich denke, man darf lachen,
zumindest schmunzeln, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass uns der Künstler in
seinem Kompostaat ja schließlich in multifunktioneller Person begegnet. Quasi, wenn
man denn so will, ein wenig schizophren, als Grenzbeamter, Staatsoberhaupt,
Verteidigungsminister, Diplomat, Außenminister, Fremdenführer und und und. Natürlich
ist er in Personalunion auch das Volk. Jensen nimmt die bekannte Devise "L'état
c'est moi" in der Tat wörtlich und hat sich sein rundum eigenes Staatsgebiet geschaffen.

 

Und damit ist ein grundsätzliches Merkmal des Oeuvres von Johannes Jensen benannt,
nämlich das Bestreben nach Autonomie. Besser gesagt, dessen Visualisierung.
Mehrfach durchspielt der Künstler seit einigen Jahren dieses Thema, so auch
2006, als er in einer gut vorbereiteten Nacht und Nebel Aktion auf dem kleinen See
vor dem K21 in Düsseldorf mit einer schwimmenden Insel vor Anker ging. In einem
knapp 7 m hohen Türmchen wohnte Jensen, ausgestattet mit allem lebenswichtigen
Equipment, 5 Tage lang - unerlaubt aber geduldet. Und vor allem ziemlich autonom!
Titel des Ganzen: "Mein Kaiserreich im Kaiserteich".

 

Im selben Jahr entstand auch das sogenannte "Wehrmobil", ein bewohnbares, achteckiges
Häuschen, das von einem Mofa gezogen wird. Ähnlich der Arbeit "Laboratorium" weist das
Wehrmobil sowohl bieder plüschige, als auch eindeutig wehrhafte Elemente auf. So erlaubt
der gepanzerte Innenraum dem verängstigten Bewohner eine gemütliche Atmosphäre, und
genügend Platz, um sich dort für einige Wochen zu verschanzen.

 

Das Werk von Johannes Jensen ist durchzogen von solchen Zweideutigkeiten, die
den Rezipienten in einen emotionalen Schleuderkurs katapultieren. Sein Werk ist gespickt
mit Anspielungen auf ach so vertraute Verhaltensmuster und Lebensgewohnheiten, von denen sich
niemand von uns restlos lossagen kann. Das muss auch nicht, denn ohne das Wissen,
ohne die eigene, unsere eigene vielleicht auch nur minimale Kenntnis von Spießbürgertum,
Größenwahnsinn oder Autonomiebestrebung, würde das Werk von Johannes Jensen nicht funktionieren.
Wer Gartenzwerg und Jägerzaun, Luxuslimousine und Privatjet oder den Wunsch nach Freiheit und Abenteuer
nicht verehrt oder wahlweise verachtet, wird sich von den Arbeiten des Künstlers nicht angesprochen fühlen.
Doch die zunehmenden Ausstellungserfolge, die Auszeichnungen der letzten Jahre zeigen, dass sein Werk
nicht nur belustigt, sondern auch - verstanden wird. Dieses Werk, das anarchistische Tendenzen mit
Schwiegersohngebaren kombiniert, macht im Grunde nichts anderes, als uns, der Gesellschaft,
einen Spiegel vorzuhalten. Einen Spiegel, in dem jeder das sehen, erkennen, bewundern
oder verdammen kann, von dem er sich angesprochen oder abgestoßen fühlt. So auch heute,
bei der feierlichen Eröffnung des "Kompostaates", der im Grunde auf tiefsinnige und zugleich
humorvolle Art dazu einlädt, die eigenen Denkmuster und Verhaltensgewohnheiten zu überprüfen.
Ich denke, am besten funktioniert das aus der Nähe. Besuchen Sie also den Kompostaat.
Der freundliche Grenzbeamte erwartet Sie!

 

Dr. Christian Krausch

 

Und nun, meine Damen und Herren, wohnen Sie der feierlichen gegenseitigen Fahnenüberreichung
und anschließender Durchschneidung des roten Bandes bei, eine Zeremonie, die die Gründung
des Kompostaates abschließt. Danach sieht das Protokoll die Hissung der kompostaatischen Flagge vor,
zu den Klängen der eigens von Harald Sack Ziegler komponierten und vorgetragenen kompostaatischen
Nationalhymne.

 

 

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KUBATUREN NEUER MUSIK // 24.05 - 22.06
vier Abende mit instrumentaler- und elektronischer Musik

 

 

Freitag, 24. Mai 2013, 19:30 Uhr

 

"Turbulenz" - eine live generierte Klang- und Bildkomposition
Matthias Neuenhofer

 

Freitag, 07. Juni 2013, 19:30 Uhr

 

Olivier Messiaen
"Quatuor pour la fin du temps" ("Quartett auf das Ende der Zeit")

 


Sonntag, 16. Juni 2013, 17:00 Uhr

 

"Canto" - eine Performance für eine Violoncellistin

 

Eintritt 8,-/5,-

 

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Tiere in Städten / perfoinstallative Reflexionsbude
Im Rahmen des n.a.t.u.r.-Festivals

 

Zwischen Performance, Installation, Suppe & Theorie laden die ROTTSTR5
Kunsthallen zusammen mit dem Bochumer Kainkollektiv (Rasmus Nordholt, Mirjam
Schmuck, Fabian Lettow) und befreundeten KünstlerInnen zur speziesübergreifenden Wucherung.
Es geht um Nischen und Erker, Klüfte, Lücken und anderen Arten von Zwischenräumen, die sich als
Schnittstellen zwischen Urbanität und Natur der strategische Aneignung durch tierische Zeitgenossen eignen.
Tiere in Städten versteht sich als offene Forschungsplattform, als Echokammer, deren Rudimente in die
gleichnamige konzertante Installation von Kainkollektiv(zu besuchen am18.Mai von 19-21.30) eingehen.

 

Täglich öffnet von 15-22.00 die perfoinstallative Reflexionsbude ihre Pforten zum gemeinschaftlichen
Diskutieren und Improvisieren – mit den Mitteln der Theorie, der Musik, des Bauens und Forschens;
bei kalten Getränken und einem täglich wechselnden Suppenangebot. Weiterer Wildwuchs des Programms
wird gerne sein gelassen (siehe: rottstr5.de).

 

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Finissage COLLOID

 

 

 

 

 

 

COLLOID

transfundierende Rauminstallation

 

von Alessandros Tsolakis und Bastian Wibranek

(Architekten & Installationskünstler, Frankfurt a. M.)

 

2. März - 13. April 2013

 

kuratiert von Georg Mallitz

 

Wir leben in keinem homogenen Raum. Vielmehr wechselt je nach Lebensweise die gesamte Räumlichkeit.

Innen-außen, nah-fern, hoch-tief, eng-weit etc. verändern und gewichten sich ständig neu.

Unsere Lebensräume formen sich permanent um und müssen geleistet werden. Sie müssen genährt werden,

aufgezogen, gepflegt und gehalten werden. Sie können wandern wachsen, groß werden, sich legen und auf ihre Weise

wieder verschwinden. Sie können tragen, angreifen, zärtlich werden. Sie können ambulant, flüchtig, stark und beständig werden.

Sie können sich dehnen, strecken, runden, abheben, fliegen und uns mitnehmen. In ihnen lassen sich Räume öffnen,

in denen sich Kontemplation, Stille und Dauer als Ausdruck einer elementaren Kraft des Lebendigen entfalten.

 

Während der geometrische Raum eine Fläche ist mit Türmen, Wänden und Decken, die wir bequem durchqueren können,

brechen wir im Diskontinuum des gelebten Raums permanent irgendwo ein. Denn das den Raum leistende Subjekt ist nicht Teil

einer kontinuierlichen Welt, sondern die Welt ist Teil eines diskontinuierlichen Subjekts. Die Welt besteht als Einschluss im Subjekt.

Subjekt und Welt bilden mit anderen Worten ein COLLOID. Die Dynamik zwischen Welt und Subjekt liesse sich als Manipulation

einer elastischen, flexiblen, vervielfältigbaren Stofflichkeit verstehen, die haptische Räumlichkeiten bilden kann,

in denen sich das unaufhörliche Werden des Subjekts vollzieht.

 

Die Rauminstallation COLLOID der Frankfurter Architekten & Installationskünstler Alessandros Tsolakis und Bastian Wibranek

vergegenwärtigt diese Dynamik und verändert zugleich auf körperliche Weise die Raumwahrnehmung der BesucherInnen,

auf dass der Raum überfliesse...